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Zoch in WeißMit 1500 Aktiven geht es kunterbunt durchs Dorf

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Eine Fußgruppe läuft mit einem Schild durch eine Straße: Weiß wird bunt, niemals braun.

Der Stadtteil Weiß ist bunt, nicht nur beim Veedelszoch.

Gäste aus Schottland führen den Zoch an im Kölner Süden. Vier neue Gruppen ergeben eine Rekord-Teilnahme von mehr als 1500 Karnevalisten. 

„Wann kommt der Zoch endlich?“ fragten die Pänz ungeduldig am Straßenrand. Die Luftsäcke der Dudelsäcke der 35 Mitglieder der Royal Navy Pipe Band Association, Freunde, die seit Jahren eigens aus Schottland anreisen, mussten noch angewärmt werden. So setzte sich der Zoch in Weiß mit fast einer halben Stunde Verspätung, kurz vor halb drei Uhr, in Bewegung. Mit sechs Festwagen und ebenso vielen Musikgruppen, insgesamt 36 Gruppen ging es gute 90 Minuten durchs südlichste Veedelsdorf am Rhing. Insgesamt 1.551 Teilnehmer schmissen dabei ordentlich Strüßjer und Kamelle, die Teilnahme war so hoch wie nie. Gleich vier neue Teilnehmergruppen hatten sich angemeldet.

Die Steppenkrieger Asiens haben sich dabei in Godorf aus den ehemaligen Hunnen und Barbaren zu einer neuen Gruppe zusammengeschlossen. Erstmalig gingen auch aus Marienburg die Regenbogenpänz der Grundschule Gaedestraße mit. Immer dabei die Weißer Schulgeister der Albert-Schweitzer-Schule mit der Sambagruppe, angeführt von Eva-Maria Pätzold. „Das ist so toll hier, wir sind froh, jedes Jahr aufs Neue das Veedel zu erfreuen“, sagt Schulleiter Ralf Hoffmeister, der die 200 Geister anführte.„ Dieses Jahr sind mehr Gruppen, aber weniger Pänz dabei“, sagt Zugleiter Hans Stahl.

Eine Gruppe in schottischen Kilts und mit Dudelsäcken läuft durch eine Straße.

Zum Auftakt lief die schottische Royal Navy Pipe Band Association im Weißer Zug.

Von den Kindertagesstätten hatten sich aus Sürth der Kindertreff Kunterbunt und die Distelfalter und Zitronenfalter angemeldet. In der kommenden Session soll der Zoch noch größer und bunter werden. Da feiern die Veranstalter, die KG Kapelle Jonge, ihr 80. Vereinsbestehen und das soll natürlich gefeiert werden. Für Hans Stahl, der im April 82 Jahre alt wird, wird es dann seine letzte Session als Zugleiter sein. „Ich bin seit 64 Jahren aktiv  im Verein, mittlerweile bin ich Ehrenmitglied der Kapelle. Das sagt doch eigentlich schon alles. Zeit, zu übergeben“, sagt Stahl.