Mörderisch lustig: „Fabian und die mörderische Hochzeit“ feierte am Freitag Premiere in Köln und sorgte bereits auf dem blauen Teppich für gute Stimmung.
Fabian und die mörderische HochzeitKriminalkomödie mit Bastian Pastewka feiert Premiere in Köln

Schauspielerin Annette Frier und Schauspieler Bastian Pastewka kommen zur Premiere des Films «Fabian und Die Mörderische Hochzeit» in das Cinenova Kino.
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Ein Trickbetrüger, eine Hochzeit, eine Leiche und eine steinzeitliche Skulptur aus dem Schwarzwald: Das ist der Stoff, aus dem Geschichten entstehen. Und in diesem Falle ist es der Stoff, aus dem „Fabian und die mörderische Hochzeit“ entstanden ist. Die Murder-Mystery-Komödie mit Bastian Pastewka in der Hauptrolle feierte am Freitag in Köln Premiere und auf dem blauen Teppich wurde fast so viel gelacht, wie später im Kinosaal.

Regisseur Tobias Baumann (2.v.l.), Schauspielerin Tanja Schleiff (l), Schauspielerin Annette Frier und Schauspieler Bastian Pastewka bei der Premiere. Die Murder-Mystery-Komödie startet am 6. Februar 2026 exklusiv beim Streamingdienst Prime Video.
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„Ich glaube, wir müssen ab sofort jede Premiere in Köln machen. Was eine Stimmung!“, mit diesen Worten beginnt Phillip Pratt, der Leiter der deutschen Produktionen bei Amazon Prime, den Premierenabend im Cinenova Ehrenfeld. Vom roten Teppich, der heute ein blauer ist, kommt Zustimmung. Schauspielerin Tamara Romera Ginés, die die Braut der mörderischen Hochzeit, Milva Piel, spielt, ist bekennender Köln-Fan: „Ich liebe Köln! Ich bin in NRW aufgewachsen, habe hier viele Freundschaften und auch Familie und bin einfach immer wieder gerne hier“.
Etwas weniger Albernheit, bitte!
Hauptdarsteller und Rheinländer Bastian Pastewka, pflegt zwar ein ambivalentes Verhältnis zu Köln, seiner langjährigen „Arbeitsstadt“, präsentiert an diesem Abend aber gut gelaunt seinen neuesten Film. Er umarmt Kolleginnen und Kollegen wie Annette Frier oder Fridolin Sandmeyer, erzählt begeistert von litauischer kalter Rote-Bete-Suppe namens Šaltibarščiai und lässt beim Posieren für Fotos keine Grimasse aus.
Für die Rolle des Hochstaplers Fabian musste ich meine Albernheit eigentlich ein bisschen reduzieren. Hab ich aber nicht gemacht!
Für genau diese Art ist der Komiker und Schauspieler bekannt. „Für die Rolle des Hochstaplers Fabian musste ich meine Albernheit eigentlich ein bisschen reduzieren. Hab ich aber nicht gemacht!”, erzählt er. Deswegen seien manche Szenen sowohl in albern, als auch in etwas ernster gedreht worden, um die perfekte Mischung zu erreichen. Herausgekommen ist eine stark produzierte Kriminalkomödie, die an „Knives Out” oder „Mord im Orient-Express” erinnert.
In „Fabian und die mörderische Hochzeit“ verschlägt es Trickbetrüger Fabian zufällig auf eine Hochzeit in einem abgelegenen Schloss in Litauen. Als er erfährt, dass ein Hochzeitsgeschenk eine wertvolle steinzeitliche Skulptur ist – die Venus von Wildenfeld - plant er den großen Coup. Doch plötzlich taucht eine Leiche auf, die Venus verschwindet und Fabian gerät tiefer in den Mordfall, als ihm lieb ist.
Der Watson zu seinem Sherlock
„Wenn Sie Angst vor äußerst verzwickten Kriminalfällen haben, dann sollten Sie diesen Film nicht schauen!“, antwortet Pastewka auf die Frage, wie er seinen Film beschreiben würde. Doch genau diese verzwickten Kriminalfälle seien es gewesen, die ihn am Drehbuch gereizt hätten. Produzentin Nataly Kudiabor setzt sogar noch einen drauf: „Niemand kennt True Crime wie Bastian Pastewka! Er hat jedes Loch in der Storyline sofort entdeckt und dem Film den letzten Schliff gegeben.“ Das würde erklären, warum er sich als Fabian so schnell in der Rolle des Ermittlers wider Willen einfindet.

Schauspielerin Tamara Romera Gines und Schauspieler Anton Dreger mit Bastian Pastewka.
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An Fabians Seite steht Familienvater Jens Ohlfeld, gespielt von Knud Riepen: „Ich bin sozusagen der Watson zu Bastians Sherlock, ob er will oder nicht.“ Von der fünfwöchigen Drehzeit seien ihm vor allem gemeinsame Strandspaziergänge zum Textlernen im Gedächtnis geblieben. Außerdem habe er sich währenddessen natürlich auch viel mit dem Thema Hochzeit beschäftigt: „Meine eigene Hochzeit wird auf jeden Fall nicht so mörderisch, aber definitiv mörderisch lustig, denn meine Frau wird Gisa Flake und die ist einfach unfassbar witzig!“ Die Schauspielerin und Sängerin Gisa Flake ist an diesem Abend natürlich auch dabei. „Ich kann nur so viel sagen, dass sollte es bei unserer Hochzeit Spiele geben, wir 120 Prozent geben werden. Auch gegeneinander!“, sagt sie. Riepen nickt und ergänzt: „Dieses Jahr wird geheiratet!“
In Köln ist die Rote-Bete-Suppe dann warm
Bastian Pastewka erinnert sich bei dem Thema an diverse Hochzeitseinladungen von Fans, würde diese aber nie annehmen, sagt er: „Hochzeiten sind immer Spannungsfelder, aber ich bin froh, dass wir in unserem Film andere Probleme haben. Hier geht’s auch weniger um Romantik als um Geheimnisse und Rätsel.“ Seine eigene Hochzeit sei vergleichsweise ganz gut gelaufen: „Weil meine Frau nicht weggelaufen ist.“.
Als später besagte litauische Suppe aufgetragen wird, kommt Pastewka ins Schwärmen. Vier Wochen Litauen und eine Woche Lettland liegen hinter Cast und Crew. Die meiste Zeit, hätten sie nur in einem abgeschiedenen Schloss im Niemandsland verbracht, waren eingeschneit, sind wieder aufgetaut und trotzdem, sei es immer harmonisch gewesen: „So eine tolle Produktion ist ein Geschenk.“ Regisseur Markus Sehr schließt sich an: „Das sind wirklich alles die wundervollsten Schauspieler, die man sich in einem Ensemble vorstellen kann. Besonders Bastian.“ Die genauen Gründe dafür, fügt er hinzu, erzähle er gleich gerne jedem an der Bar.

