So wird der Tatort am 2. WeihnachtstagLena Odenthal wird zur Ersatz-Mama

Johanna Stern (Lisa Bitter, l) und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) in einer Szene von "Tatort: Unter Wölfen" (undatierte Aufnahme).
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Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) bekommt es diesmal nicht nur mit der vollen Macho-Breitseite aus dem Türsteher-Milieu zu tun, sondern fungiert auch als Ersatz-Mama. Der neue Ludwigshafener Tatort glänzt zudem mit einigen bekannten Gesichtern – und verzichtet dabei auf ausschweifende und komplexe Nebenschauplätze.
Clubbetreiber Timur Kerala wird mitten in der Nacht von mehreren Männern aus seinem Ferrari gezogen und am nächsten Tag in einem großen Sandhaufen bei Kranarbeiten gefunden. Schnell vermutet das Ermittler-Duo um Kommissarin Lena Odenthal und Johanna Stern (Lisa Bitter), dass Gerhard Arentzen hinter dem Mord stecken könnte. Schließlich war der aufstrebende Kerala drauf und dran Arentzen, dem Platzhirsch im Türsteher-Milieu, das Geschääft streitig zu machen. Arentzen lässt sich von den Ermittlungen allerdings nicht beeindrucken – schließlich hat er beste Verbindungen in die höchsten politischen Ränge und gibt sich unangreifbar. Als dann aber auch Keralas Exfrau und ihre Tochter bedroht werden, ist Lena Odenthal gegen alle Ratschläge entschlossen, Arentzen zu überführen. Und gerät damit selbst in die Schusslinie.
Für „Tatort“-Fans

An Weihnachten gibt es mehrere neue „Tatort“-Folgen
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„Tatorte“ gibt es viele: klassisch, experimentell, spannend oder doch eher langweilig? In unserer Vorschau erfahren Sie immer bereits ab Samstag, wie der kommende „Tatort“ werden wird.
Direkt im Anschluss an jede Sendung am Sonntagabend folgt dann unsere „Tatort“-Kritik.
Wenn man nicht wiüsste, dass da gerade eine aktuelle Tatort-Episode über den Bildschirm flimmern würde, könnte man meinen, man wäre mitten in einem Western-Film. Nur, dass die Männer eben keine Cowboyhüte tragen und auf Pferden sitzen, sondern mit schicken Anzügen aus ihren dicken Autos herausagieren. Trotz überhöhtem Testosteron, weiß sich Lena Odenthal auch in „Unter Wölfen" wieder einmal durchzusetzen – leicht hat sie es dabei aber diesmal wirklich nicht.
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Klischees bis unter die Zimmerdecke lassen den neuesten Tatort auf der einen Seite etwas stumpf wirken. Auf der anderen Seite weiß jedoch gerade Thure Riefenstein als Gerhard Arentzen und knallharter Antagonist trotz überspitzten Rollenbildes zu faszinieren. Das Duell zwischen Odenthal und ihm erinnert dann auch wieder an die guten alten Western-Klassiker, in denen sich zwei Revolverhelden gegenüber stehen. Wer dieses Duell für sich entscheiden kann?
Das sehen Sie diesal ausnahmsweise am Samstag, dem 2. Weihnachtstag, um 20.15 Uhr in der ARD.



