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Sorge um SicherheitRisse in mehreren Airbus A380 entdeckt – Flugzeuge außer Betrieb genommen

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Ein Airbus A380 der arabischen Fluggesellschaft Emirates rollt zur Start- und Landebahn. Er wird von mehreren Lichtern beleuchtet.

Sicherheitsrisiko: Die Fluggesellschaft Emirates hat mehrere Flugzeuge vom Typ Airbus A380 vorübergehend außer Betrieb gesetzt. Es wurden Risse in einem tragenden Bauteil entdeckt.

Mehrere Flugzeuge vom Typ Airbus A380 sind derzeit aufgrund eines Sicherheitsrisikos außer Betrieb. Es wurden Risse in einem tragenden Bauteil festgestellt.

Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat aufgrund eines Sicherheitsrisikos mehrere Flugzeuge vom Typ Airbus A 380 außer Betrieb gesetzt. Aktuell seien vier Maschinen von Rissen in einem tragenden Bauteil betroffen, erklärte die Fluggesellschaft gegenüber dem Branchenportal „Aviation Week“.

„Airbus hat rund 60 Ingenieure nach Dubai geschickt, um sich mit dem Problem zu befassen“, sagt Emirates-Präsident Tim Clark der „Aviation Week“. Eine Maschine sei derzeit beim Hersteller in Toulouse, drei betroffene Flugzeuge wären in Dubai am Boden. „Airbus ist dabei, alles zu reparieren“, versichert Clark.

Airbus A380: Risse in tragendem Bauteil im Flügel entdeckt – Flugzeuge außer Betrieb genommen

Grund für die Reparaturen sind Risse in den sogenannten Flügelholmen, die das tragende Bauteil der Flügel sind. Sie nehmen unter anderem die Kräfte, die durch Auftrieb und Luftströmungen entstehen, auf. Die Risse seien in älteren Modellen des Airbus A380 aufgetreten. Emirates ist mit 84 Flugzeugen derzeit weltweit der größte Betreiber des A380.

Die Risse in den Flügelholmen sollen nun repariert werden, die Arbeiten würden etwa eine Woche dauern. Anschließend seien die Flugzeuge aber wieder voll einsatzbereit. „Im Moment ist es kein Sicherheitsproblem, davon sind wir weit entfernt“, betont Emirates-Chef Clark. Dennoch sorge man sich um die Sicherheit und nehme die Risse sehr ernst.Unklar ist derzeit, ob die Risse auch bei Maschinen anderer Fluggesellschaften auftreten.

Airbus A380: Risse in jüngeren Flugzeugen entdeckt - Emirates nimmt Maschinen außer Betrieb

Seit 2019 ist es Pflicht, dass die Tragflächen der Flugzeuge vom Typ Airbus A380 alle 15 Jahre inspiziert werden müssen. Nachdem auch bei jüngeren Modellen Risse festgestellt wurden, verkürzte die EASA, die europäische Agentur für Flugsicherheit, das Intervall auf 12,5 Jahre.

Viele Betreiber hatten ihre Airbus A380 während der Corona-Pandemie nicht eingesetzt, erst seit einigen Monaten kommen die größten Passagierflugzeuge der Welt wieder zum Einsatz. Die Lufthansa will ihren ersten Airbus A380 erst im Sommer 2023 wieder in Betrieb nehmen.

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