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Seltenes Naturphänomen„Blutrote Flut“ färbt Meer um Insel Hormus plötzlich rot

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Rot gefärbtes Meer mit Vogel.

Nach Niederschlägen: „Blutregen“ färbt Küste der Insel Hormus rot. (Symbolbild)

Niederschlag auf Hormus, einer iranischen Insel, führte zu einer blutroten Verfärbung von Küste und Wasser.

Ein außergewöhnliches Naturereignis fand diese Woche im Anschluss an Niederschläge auf der zu Iran gehörenden Insel Hormus statt. Für kurze Zeit veränderte sich die Küstenlinie des Roten Strandes, da rotes Erdreich ins Meer gelangte und das Wasser des Persischen Golfs eine tiefrote Färbung annahm. Ein markanter Gegensatz zur üblichen Blaufärbung des Meeres wurde durch diese Erscheinung geschaffen.

Die Nachrichtenagentur „AFP“ sprach in diesem Zusammenhang von „Blutregen“. Fachlich bezeichnet der Begriff jedoch rötlich gefärbte Niederschläge selbst. Im Fall von Hormus blieb der Regen farblos; die Verfärbung entstand durch eisenoxidreiches Erdreich, das durch den Niederschlag ins Meer gespült wurde und für die kräftige Kolorierung von Küste und Felsen verantwortlich ist.

Regen ist selten auf der iranischen Insel Hormus

Regenfall ist auf der Insel, gelegen in der Straße von Hormus etwa 1.080 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Teheran, ein seltenes Vorkommnis und tritt meist im Winter sowie im zeitigen Frühjahr auf.

Dieses sich periodisch wiederholende Geschehen ist eine Attraktion für Reisende und Bildberichterstatter und generiert Interesse auf Social-Media-Plattformen. Das rote Erdreich, lokal unter dem Namen „Gelak“ geführt, findet über seine optische Faszination hinaus Verwendung: Es wird in limitierten Quantitäten ausgeführt und zur Produktion von Kosmetikartikeln, Farbstoffen sowie herkömmlichen Erzeugnissen verwendet. (jag)