„Die Schule der magischen Tiere 4“, „Amrum“ und „Momo“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.
„Die Schule der magischen Tiere“ ist in GefahrDas sind die DVD-Highlights der Woche

Eine ausweglose Situation? Ida (Emilia Maier) und ihr Begleittier Rabbat fürchten die Schließung der „Schule der magischen Tiere“. (Bild: 2024 Kordes & Kordes Film Süd / LEONINE Studios)
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Fuchs Rabbat, Schildkröte Henrietta, Pinguin Juri, Kater Karajan - nie gehört? Macht nichts, zumindest nicht für Erwachsene. Und wer's doch wissen will, muss nur bei irgendeinem Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren nachfragen, dann gibt's mit hoher Wahrscheinlichkeit einen zehnminütigen Vortrag ohne Punkt und Komma. Rabbat, Henrietta und Co., das sind die Stars in „Die Schule der magischen Tiere“: eine sehr erfolgreiche Buchreihe, aus der auch eine sehr erfolgreiche Kinoreihe wurde. Der Auftaktfilm „Die Schule der magischen Tiere“ war 2021 die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion des Jahres, gleiches galt 2022 und 2024 für die beiden Fortsetzungen. Nun erscheint der vierte Teil ebenso wie das Weltkriegs-Drama „Amrum“ von Fatih Akin und die Romanverfilmung „Momo“ auf DVD und Blu-ray.
„Die Schule der magischen Tiere 4“ (VÖ: 20. Februar)

„Die Schule der magischen Tiere 4“ ist der jüngste Teil der überaus erfolgreichen Kinderfilm-Reihe nach Büchern von Margit Auer. (Bild: Leonine Studios)
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Hauptschauplatz von „Die Schule der magischen Tiere 4“ ist die idyllisch gelegene Wintersteinschule, wo jedem Schüler und jeder Schülerin ein eigenes „magisches“ Begleittier zugewiesen wird. Die animalischen Sidekicks können sprechen, haben Charakter, und bis auf wenige Ausnahmen sind sie alle unheimlich knuffig. Wenig überraschend gibt es auch diesmal wieder Neuzugänge: die kluge Eule Muriel (gesprochen von Sängerin Annett Louisan) und den aufgeweckten Koboldmaki Fitzgeraldo (Daniel Zillmann). Das Publikum darf sich auf zarte Teenie-Romantik mit einigem Gefühlschaos freuen, natürlich auch auf viel zauberhaft-animalisches Tohuwabohu und auf eine ordentliche Portion Drama: Die Schule soll nämlich bald geschlossen werden - ein großer Schock für die Kids und ihre tierischen Freunde.

Nach dem Krieg, als es an allem mangelt, eine große Herausforderung: Nanning (Jasper Billerbeck) möchte für seine Mutter gerne ein bisschen Weißbrot, Butter und Honig besorgen. (Bild: Warner Brothers/Gordon Timpen, SMPSP)
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Dass die Filmreihe bald zu einem Ende kommt, ist aber eher nicht zu befürchten. Erst kürzlich veröffentlichte Autorin Margit Auer den neuesten Band ihrer „Schule der magischen Tiere“-Buchreihe (“Land unter!“), daneben existieren inzwischen auch zwei Spin-off-Reihen.
Preis DVD: circa 15 Euro

Fatih Akins Coming-of-Age-Drama „Amrum“ basiert auf den Kindheitserinnerungen seines Freundes Hark Bohm. (Bild: Warner Bros.)
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DE, 2025, Regie: Maggie Peren, Bernhard Jasper, Laufzeit: 97 Minuten
„Amrum“ (VÖ: 12. Februar)

„Momo“ ist wieder da: Die Titelrolle in der Neuverfilmung des Michael-Ende-Klassikers übernahm die junge Britin Alexa Goodall. (Bild: Leonine Studios/Constantin Film)
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In „Amrum“ erzählt Fatih Akin die Geschichte von Hark Bohm nach, der auch selbst am Drehbuch mitschrieb. Bohm, Jahrgang 1939, und Fatih Akin sind gute Freunde. Die Geschichte beginnt im Frühjahr 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Weil der Vater nicht mehr da ist, kümmert sich die hochschwangere Hille Hagener (Laura Tonke) auf Amrum weitestgehend alleine um die Kinder. Der Älteste, Nanning (Jasper Billerbeck), hilft, wo er kann, geht auf Robbenjagd und fischt nachts in der Nordsee. Irgendwann ist der Krieg dann endgültig vorbei und Hitler tot. Hille verfällt in eine schwere Depression, will nichts mehr essen. Außer ... ein Stück Weißbrot mit Butter und Honig vielleicht, das wäre schön. Ein vermeintlich kleiner Wunsch, der für Nanning zur großen Mission wird. In Nebenrollen sind Stars wie Diane Kruger, Matthias Schweighöfer und Detlev Buck zu sehen.
Preis DVD: circa 14 Euro

Bei der „Momo“-Neuverfilmung handelt es sich um eine deutsche Produktion, allerdings mit viel internationalem Personal. (Bild: Leonine Studios/Constantin Film)
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DE, 2025, Regie: Fatih Akin, Laufzeit: 89 Minuten
„Momo“ (VÖ: 20. Februar)
Ein „zeitloser“ Stoff, könnte man sagen. Oder genau das eben nicht. In „Die unendliche Geschichte“ erzählte Michael Ende von einer Welt, die ohne Fantasie zugrunde geht und sich in einem großen schwarzen Nichts aufzulösen droht. In „Momo“ ist es eine Welt, der die Zeit ausgeht. Oder besser: gestohlen wird. Eine wieder sehr abstrakte und zugleich ungewöhnliche Bedrohung für so eine Kindergeschichte - für Erwachsene womöglich noch gruseliger als für die Kleinen. Die Titelrolle in „Momo“ machte Radost Bokel in den 80er-Jahren zum gefeierten Kinderstar, in der Neufassung wird die junge Heldin von der britischen Nachwuchsschauspielerin Alexa Goodall verkörpert. Auch ihre Momo lebt in den Ruinen eines alten römischen Amphitheaters. Momo ist das Herz und die Seele ihrer Nachbarschaft, bis ihre Mitmenschen plötzlich „keine Zeit“ mehr für sie haben: Ein mysteriöser Konzern hat begonnen, allen Menschen ihre Zeit zu rauben.
Bei der „Momo“-Neuverfilmung handelt es sich um eine deutsche Produktion (unter anderem von den Machern von „Jim Knopf“ und „Fack Ju Göhte“), allerdings mit viel internationalem Personal. Unter anderem gehören Araloyin Oshunremi, Kim Bodnia, Claes Bang und David Schütter zum Hauptcast. In einer weiteren tragenden Rolle stand der britische Star-Schauspieler Martin Freeman (“Sherlock“, „Der Hobbit“) für „Momo“ vor der Kamera.
Preis DVD: circa 15 Euro
DE, 2025, Regie: Christian Ditter, Laufzeit: 88 Minuten (tsch)
