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„Dinner“-Kandidatin wundert sich über Mitstreiter„Der war einfach schon da hackedicht“

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Die Wartezeit auf den Hauptgang vertreibt sich Musti mit einem übermütigen Ritt auf dem Holzpferd.
 (Bild: RTL)

Die Wartezeit auf den Hauptgang vertreibt sich Musti mit einem übermütigen Ritt auf dem Holzpferd. (Bild: RTL)

In den vergangenen Tagen ist die Nürnberg-Truppe freundschaftlich zusammengewachsen. Da ist die Stimmung am „Dinner“-Finalabend bei Richi ausgelassen und gelöst. Doch ein Gast dreht besonders auf ...

Zum Finale von „Das perfekte Dinner“ geht es zu Bankkaufmann Richi (45) nach Fürth. Eigentlich heißt er Patrick, „ich werde aber von allen nur Richi genannt“. Außerdem genießt er den Ruf, „ein bisschen durchgeknallt“ zu sein. Was ihn zur Teilnahme am „perfekten Dinner“ motiviert hat? „Ich habe mir gedacht, dieser Challenge stelle ich mich einfach mal. Einmal zu testen, wie sind deine Kochskills?“ Wie es sich anfühlt, in einer Show zu gewinnen, weiß Richi aus der Vergangenheit: „Bei 'Wetten, dass..?' habe ich schon mal was gewonnen. Da habe ich Zigaretten geschüttelt.“

Während sein Bruder Steven (rechts) den Schnibbelhilfeplan abarbeitet, macht sich Richi an die orientalische Hackfleischfüllung.
 (Bild: RTL)

Während sein Bruder Steven (rechts) den Schnibbelhilfeplan abarbeitet, macht sich Richi an die orientalische Hackfleischfüllung. (Bild: RTL)

Ungewöhnlich scheint das Motto „Franken zu Gast im Orient“. Warum sich Richi dafür entschieden hat? „Mega Gewürzküche, die weicht halt mal komplett vom Deutschen ab“, da möchte er mit folgenden drei Gängen einen „Gaumenkitzler“ servieren:

  1. Vorspeise: Süßkartoffel mit Avocadocreme und Kichererbsen
  2. Hauptspeise: Gefüllte Auberginenröllchen vom Grill mit Falafel und Joghurtdip
  3. Nachspeise: Joghurttörtchen mit Walnuss-Dattel-Boden
Falafel sind eine Wissenschaft für sich, das weiß Richi inzwischen.
 (Bild: RTL)

Falafel sind eine Wissenschaft für sich, das weiß Richi inzwischen. (Bild: RTL)

Die Falafel-Masse bereitet Richi die meisten Sorgen. „Die Konsistenz gefällt mir gut, aber ich kann noch nicht sagen, ob es zu feucht ist“, püriert er die eingeweichten Hülsenfrüchte. „Feuchtigkeit ist des Falafels Tod“ - so viel hat er vorab durch drei Versuche festgestellt. „Mir ist es beim ersten Mal komplett danebengegangen.“ Auch heute fällt die Masse durch die Qualitätsprüfung: „Das ist schon zu feucht.“ Kichererbsenmehl rettet, die Test-Falafel behält ihre Form.

Menü überrascht Martina: „Hätte ich nicht gedacht!“

Musti, Kevin, Richi, Martina und Elena (von links) stoßen auf die letzte Vorspeise der Woche an.
 (Bild: RTL)

Musti, Kevin, Richi, Martina und Elena (von links) stoßen auf die letzte Vorspeise der Woche an. (Bild: RTL)

Kein Fine Dining, aber viel vom Grill erwartet Elena (37). „Ich würde auf gehobene deutsche Küche tippen“, meint Kevin (34). Beim Blick auf die Speisekarte machen alle große Augen. „Ach, das hätte ich gar nicht gedacht!“, überrascht Martina (60) die orientalische Note. Der gebürtige Türke Musti (47) überrascht mit einem Geständnis: „Ich habe noch nie Falafel gegessen. Das ist in der türkischen Küche nicht üblich.“

„Ab dem ersten Tag habe ich mich jeden Abend gefreut, dass wir uns alle wieder sehen, treffen, quatschen, schnacken, Blödsinn machen“, findet Richi, dass zwischen der Nürnberg-Truppe eine Freundschaft entstanden ist. Alle stoßen an, „auf den leider erst mal letzten Abend“.

Richi hat „mit Eros Ramazzotti Fußball geschaut“

Zur Feier des Finales säbelt Musti eine Flasche Champagner.
 (Bild: RTL)

Zur Feier des Finales säbelt Musti eine Flasche Champagner. (Bild: RTL)

Am Tisch erzählt Kevin, dass er besagte „Wetten, dass..?“-Sendung angeschaut hat: „Waren mega Gäste da, Madonna, Eros Ramazzotti. Und er hat die Wette gewonnen.“ Musti erhebt sein Glas: „Auf unseren Wettkönig!“ Richi verrät: „Wir wurden Dritter. Wir haben 1.000 D-Mark damals bekommen.“ Und: „Ich habe mit Eros Ramazzotti Fußball geschaut.“ Die anderen staunen: „Ist das cool!“

So sieht eine glückliche Siegerin aus: Martina gewinnt mit 37 Punkten.
 (Bild: RTL)

So sieht eine glückliche Siegerin aus: Martina gewinnt mit 37 Punkten. (Bild: RTL)

Die Wahl von Süßkartoffel mit Avocadocreme und Kichererbsen begründet Richi so: „Mir gefällt bei diesem Gericht das Süße von der Süßkartoffel und das Herbe vom Rukola und diese Frische von der Avocado.“ Elena mag eigentlich keine Süßkartoffeln, aber: „Diese Kombination - mega.“ Für Kevin hätte das Gericht „ein bisschen saftiger“ sein können. Musti findet allerdings: „Es war leider nicht orientalisch.“

Musti kommt aus seiner „Hülle raus“

Während der Wartezeit auf den Hauptgang schwingt sich Musti im Garten auf ein Holzpferd und jauchzt: „Jiiiiheeeee!“ Martina schüttelt den Kopf: „Der Musti ist ein verrückter Mensch.“ Und fügt hinzu: „Ich mag den wahnsinnig gerne, aber das ist mir manchmal zu drüber.“ Dann beißt Musti auch noch auf eine stachelige Gurke aus dem Garten. „Musti, was ist bei dir los in deinem Leben?“, fragt ihn Elena. „Genau das bin ich. Ich lebe ein bisschen schneller als sonst und nehme alles mit“, strahlt Musti.

Dann gibt es die mit Hackfleisch gefüllten Auberginen und formschöne Falafel. „Leider sind mir die Auberginenröllchen etwas zu zäh geworden“, merkt Richi beim Schneiden. Musti lobt wenigstens seine ersten Falafel ever: „Ich liebe es!“

Was die Nürnberg-Gang sich fürs Finale aufgehoben hat: eine Flasche Champagner, die Musti im Garten säbelt. „Ich habe mich mit meinen Mitstreitern sehr wohlgefühlt. Sonst komme ich nicht aus meiner Hülle raus“, erklärt Musti sein gelöstes Verhalten am letzten Abend. Den Dessertwein kippt er sich in einem Schluck hinter die Binde, was Martina fassungslos macht: „Der war einfach schon da hackedicht, der ext jetzt alles.“

„Wir sind als Kandidaten in die Show reingegangen und verlassen die Show als Freunde“, fasst Richi die Woche zusammen. Mit 31 Punkten kann er Martina nicht mehr vom Thron stoßen. Sie gewinnt mit einem fast perfekten Dinner und 37 Punkten. (tsch)