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„Harry Potter“-Star packt über Online-Hass und Rassismus aus

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An der Seite von Emma Watson (links) und Daniel Radcliffe wurde Katie Leung dank der „Harry Potter“-Filmreihe weltberühmt. (Bild: Getty Images / Peter Kramer)

An der Seite von Emma Watson (links) und Daniel Radcliffe wurde Katie Leung dank der „Harry Potter“-Filmreihe weltberühmt. (Bild: Getty Images / Peter Kramer)

Dank „Harry Potter und der Feuerkelch“ brachte es Katie Leung zu weltweitem Ruhm. Doch der plötzliche Erfolg hatte auch schmerzhafte Kehrseiten, wie die Schauspielerin nun in einem Interview eröffnete.

Mit 16 Jahren wurde Katie Leung über Nacht weltberühmt. Als Cho Chang verdrehte sie im Kinokracher „Harry Potter und der Feuerkelch“ nicht nur dem titelgebenden Zauberlehrling den Kopf, sondern auch dessen Mitschüler Cedric Diggory. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ dachte Leung nun an diese aufregende Zeit zurück: „Es war von Anfang an überwältigend. In diesem Alter, in dem man ohnehin schon unsicher ist, im Rampenlicht zu stehen, war es, gelinde gesagt, schwierig.“

Sie habe die Dreharbeiten an der Seite ihrer Kolleginnen und Kollegen wie Daniel Radcliffe und Emma Watson sehr genossen. Teil des Hogwarts-Universums gewesen zu sein, habe damals eine tolle Abwechslung zum normalen Schulalltag dargestellt, so die heute 38-Jährige: „Es war also eine Möglichkeit zu fliehen.“

Online-Hass machte Katie Leung „weniger kontaktfreudig“

Auch heute ist Katie Leung noch als Schauspielerin aktiv. Unter anderem ist sie in der vierten Staffel von „Bridgerton“ zu sehen, die am 29. Januar bei Netflix startet. (Bild: Netflix / Liam Daniel)

Auch heute ist Katie Leung noch als Schauspielerin aktiv. Unter anderem ist sie in der vierten Staffel von „Bridgerton“ zu sehen, die am 29. Januar bei Netflix startet. (Bild: Netflix / Liam Daniel)

Gleichermaßen sei Katie Leung bis heute mit der Aufarbeitung ihres Engagements in der Filmwelt von Harry Potter beschäftigt. Das liege auch an einigen schlimmen Erfahrungen, die die Schauspielerin damals durchmachen musste. „Ich erinnere mich, dass ich sehr neugierig war, was die Leute über mich sagten, und ich habe mich selbst gegoogelt“, holte die gebürtige Schottin aus. „Niemand hätte mich davon abhalten können, denn ich war alt genug, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen.“

Doch im Internet erwarteten Leung nicht nur hasserfüllte Kommentare, sondern auch rassistische Verunglimpfungen. In der Folge sei sie „weniger kontaktfreudig“ geworden und zudem „sehr selbstkritisch“ mit sich selbst ins Gericht gegangen. „Ich war mir sehr bewusst, was aus meinem Mund kam“, schilderte die Schauspielerin nun ihre damalige Vorgehensweise. Der Internet-Hass habe in ihr auch das Gefühl erweckt, den schnellen Erfolg womöglich nicht verdient zu haben.

Mit mittlerweile 38 Jahren falle ihr das heute bedeutend leichter, versicherte Katie Leung: „Ich möchte immer noch gut sein, aber ich kann es hinter mir lassen, wenn ich mit der Arbeit fertig bin, nach Hause gehen und mein anderes Leben leben.“ Als Schauspielerin ist sie weiterhin aktiv. Unter anderem wird Leung in der vierten Staffel von „Bridgerton“ zu sehen sein, die am 29. Januar bei Netflix startet. (tsch)