Steve McQueen ist einer der coolsten und charmantesten Action-Stars, den Hollywood je hervorbrachte - was auch der Western „Nevada Smith“ von 1965 beweist, den der rbb nun in einer Wiederholung zeigt.
Heute im Free-TVRache-Western mit dem wahrscheinlich coolsten Action-Star aller Zeiten

Nevada Smith (Steve McQueen) nimmt auf seinem Rachefeldzug jede Entbehrung in Kauf. (Bild: Paramount)
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Bevor der junge Max (Steve McQueen) als „Nevada Smith“ den Mord an seinen Eltern rächen kann, muss er viel lernen. (Bild: Paramount)
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Jung war er, kräftig, blond und blauäugig, ein verwegener Typ mit kantigem Gesicht, der weder Tod noch Teufel scheut: Steve McQueen war einer der ersten Actionstars Hollywoods und er verstand es, ein Höchstmaß an Authentizität mit Coolness und Charme zu verbinden. Das machte ihn unwiderstehlich, das machte ihn zu „Steve McCool“, dem das Kinopublikum zu Füßen lag. Und es heute noch tun würde, wäre McQueen nicht am 7. November 1980 an Herzversagen während einer Krebs-OP gestorben. Seine Filme aber leben weiter und haben nichts von ihrem Reiz verloren - so wie der Western „Nevada Smith“, den der rbb am Samstag, 24. Januar, um 22.00 Uhr zeigt.
In der Western-Serie „Josh“ (1958 bis 1961) wurde Steve McQueen erstmals einem größeren Publikum bekannt. Und in John Sturges' „Die glorreichen Sieben“ (1960) stahl er dem pikierten Star Yul Brunner als Revolverheld an seiner Seite ganz klassisch die Show. Für Henry Hathaways „Nevada Smith“ stieg McQueen 1965 zum dritten Mal in den Sattel. Wenngleich die „Time“ seinerzeit moserte, der Schauspieler mache den Eindruck, als würde er sich auf dem Sitz einer Harley Davidson viel wohler fühlen.
Nicht McQueens bester Film, aber ein packendes Rachedrama
Dass „Nevada Smith“ nicht zu den ganz großen Western seiner Zeit wurde, liegt aber nicht am coolen Star, der mit damals 35 Jahren wie selbstverständlich die Rolle eines 16-jährigen Draufgängers spielt. Henry Hathaways lose Adaption eines Trivialromans von Harold Robbins pendelt vielmehr etwas unentschieden zwischen der klassischen Erzählweise des Genres und der zeitgemäßen Härte der Spätwestern.
Der junge Max Sand (McQueen) ist ein Halbblut, dessen Eltern - ein Weißer und eine Indianerin - von drei skrupellosen Outlaws (Karl Malden, Arthur Kennedy, Martin Landau) massakriert werden. Der unbedarfte Junge macht sich an die Verfolgung der Mörder. Ein fahrender Munitionshersteller (Brian Keith) lehrt den ungestümen Jungen die nötigen Geschicke. Doch blutige Rache nimmt Max, der sich nun „Nevada Smith“ nennt, ganz alleine, Mann für Mann.
Dass aus dem nicht ganz makellosen Film unterm Strich doch ein packendes Rachedrama wurde, ist auch McQueen zu verdanken, der die Selbst- und Täterfindung der Hauptfigur mit gebotener Zurückhaltung und Scheu interpretiert. (tsch)
