Am 13. Januar erhält die deutsche Medienlandschaft mit Start des Streamingdienstes HBO Max von Warner Bros. ein neues Gesicht. Viele Serienklassiker wechseln dann ihre Abspiel-Plattform. Auch neue Meisterwerke wie die vielfach Emmy-prämierte Krankenhausserie „The Pitt“ starten beim neuen Dienst.
„The Pitt“ und mehrDas bringt der neue Streaming-Dienst HBO Max

Der junge Dr. Carter aus „Emergency Room“ ist ein bisschen in die Jahre gekommen. Für „The Pitt“, das endlich auch in Deutschland beim neuen Streamer HBO Max startet, gewann Schauspieler Noah Wyle als Notaufnahmen-Chef Dr. „Robby“ Robinavitch den Emmy als „Bester Hauptdarsteller“. Auch der Preis als „Beste Dramaserie“ ginge an „The Pitt“. (Bild: HBO Max)
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Dr. Robby (Noah Wyle), wie alle in „The Pitt“ ihren Chef nennen, arbeitet am Tag, an dem die gesamte Staffel quasi in Echtzeit spielt, zum vorerst letzten Mal in seiner Notaufnahme. Im Anschluss will er ein dreimonatiges Sabbatical für einen Motorrad-Trip nutzen. (Bild: HBO Max)
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Aus den Emmy-Verleihungen im September 2025 ging „The Pitt“ als großer Überraschungssieger hervor. Gegen starke Konkurrenz wie „Severance“ oder „The White Lotus“ setzte sich die Krankenhausserie als „Beste Dramaserie“ durch, und Noah Wyle als Leiter einer Notaufnahme nahm den Preis als „Bester Hauptdarsteller“ mit nach Hause. Viele Serienfans in Deutschland ärgerten sich, dass „The Pitt“ bislang nicht geschaut werden konnte. Dies ändert sich nun. Ab Dienstag, 13. Januar, bringt das Medienhaus Warner Bros. seine Streaming-Plattform HBO Max auch hierzulande an den Start. Dort kann man nicht nur die komplette erste Staffel von „The Pitt“ (15 Folgen) sehen, sondern jede Menge mehr.

Bis auf Noah Wyle rückte die Serie „The Pitt“ ein weitgehend unbekanntes, aber bärenstarkes Schauspiel-Ensemble in den Fokus. Darsteller wie Patrick Ball, der den nach einem Drogenentzug geläuterten Arzt Dr. Frank Langdon spielt, sind mittlerweile in aller Munde. (Bild: HBO Max)
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Die mitreißende Medical-Show erinnert nicht nur wegen Hauptdarsteller Noah Wyle - früher der junge Dr. Carter, heute der reifere Chef Dr. „Robby“ Robinavitch - an die allerbesten Tage der Kult- und Erfolgsserie „Emergency Room“. Parallel zum deutschen Launch von HBO Max beginnt auch Staffel zwei von „The Pitt“ mit einer neuen Folge im Wochenrhythmus. Aber warum ist „The Pitt“ so gut?

Auch sie gewann für „The Pitt“ einen Emmy als Beste Nebendarstellerin einer Dramaserie: Katherine LaNasa spielt Dana Evans, die erfahrenste Krankenschwester im Team. Sie weiß, wie die Arbeit in der Notfallaufnahme wirklich funktioniert. (Bild: HBO Max)
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Eigentlich erfindet das Format die Krankenhausserie nicht neu. Man sieht einem starken Ensemble von Ärzten, Pflegern und Krankenhausmitarbeitern bei der Bewältigung einer 15-Stunden-Schicht in einer Klinik Pittsburghs zu. Dabei bildet jede Folge eine Stunde dieser Schicht quasi in Echtzeit ab. Was die Serie gegenwärtig einzigartig macht, ist die Qualität der erzählten Fälle und Geschichten, das brillante Schauspiel-Ensemble und auch die technische Produktion mit viel Tempo, Handkamera-Einsatz und bärenstark geschriebenen Dialogen.

Ebenso wie seit den 90-ern die quasi Vorläuferserie „Emergency Room“ wird „The Pitt“ als realistische und hochspannende Krankenhausserie gefeiert, in der medizinische Fälle im Vordergrund stehen und der realistische Alltag eines Krankenhauses sehr authentisch ins Fiktionale übersetzt wurde. (Bild: HBO Max)
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Natürlich spricht „The Pitt“ neben den Dramen und Leben und Sterben in einer Notaufnahme auch politisch-gesellschaftliche Missstände an. So zum Beispiel die fehlende Krankenversicherung vieler Amerikaner. Zuschauer und Kritiker loben die emotionale Wucht und den Realismus der Serie, die sich jedoch nie belehrend anfühlen.
Viele Serienklassiker wechseln zu HBO Max

Blutig geht es auch mal zu in „The Pitt“. Wer mit Blut, offenen Wunden, Not-OPs und ekligen Anblicken ramponierter Körper Probleme hat, sollte sich eher vorsichtig an die Serie herantasten. (Bild: HBO Max)
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Dr. „Robby“ (Noah Wyle) rennt durch seinen ER. Die genial verschachtelte Erzählung zahlreicher Fälle und Charaktere während einer 15-Stunden-Schicht im Krankenhaus macht die Serie „The Pitt“ so aufregend. (Bild: HBO Max)
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Was kann man außerdem bei HBO Max sehen? Klassische HBO-Serien wie „Game of Thrones“, „Die Sopranos“, „Boardwalk Empire“, „Six Feet Under“, „The Wire“ oder auch neuere wie „The Last of Us“, „The White Lotus“ und „House of the Dragon“ finden sich dann eine neue deutsche Streaming-Heimat. Das „Game of Thrones“-Prequel „A Knight of the Seven Kingdoms“ wird am 18. Januar ebenfalls exklusiv dort starten.

Leben retten - und dennoch gelassen bleiben. Für seine vielschichtige Darstellung des Leiters einer Notaufnahme erhielt Schauspieler Noah Wyle endliche einen Emmy. Für seinen Dr. Carter aus „ER“ war er mehrere Male für den wichtigsten TV-Preis der Welt nominiert - und ging jedes Mal leer aus. (Bild: HBO Max)
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Demnächst kommt mit „Banksters“ auch die erste deutsche Produktion. Auf Sky und Wow, wo bisher ein Großteil des HBO-Programmes in Deutschland zu finden war, kann man dann nur noch ausgewählte Serien oder Staffeln sehen. Bei einigen Serie wie „Industry“ oder auch „House of the Dragon“ gilt: Neue Staffeln laufen 2026 parallel bei HBO Max und Sky/Wow - aus lizenzrechtlichen Gründen. Aber: Auf Sky werden nicht mehr alle vorherigen Staffeln zu sehen sein. Wenn man also eine Serie noch mal ganz von vorne anschauen will, geht das in den meisten Fällen nur bei HBO Max.
HBO Max zeigt zudem die Olympischen Winterspiele 2026 live inklusive aller Eurosport‑Inhalte - verfügbar in allen Abomodellen, unabhängig vom Tarif. Abonnieren kann man HBO Max per Monatsdeal in drei Preismodellen: im Basisabo (zwei parallele Streams) mit Werbung für 5,99 Euro und im Standardabo für 11,99 Euro (zwei parallele Streams), das neben der Werbefreiheit ein Full-HD-Bild, englischen und deutschen Ton und maximal 5.1 Kanälen verspricht. Beim Premiumabo für 16,99 Euro (vier parallele Streams) bietet der Dienst ein 4K-Bild und 3D-Sound im Dolby-Atmos-Format. Ein Extra-Sport-Paket kann man für 3 Euro zusätzlich pro Monat buchen.
Geschaut werden kann HBO Max über verschiedene Smart TVs, darunter Modelle von Samsung und LG, sowie auf Android-TV-Modellen. Zuspieler wie Google Chromecast, Amazon Fire TV, Apple TV 4K und diverse Spielkonsolen funktionieren ebenfalls. Auch über den Browser kann der Dienst unter www.hbomax.com abonniert werden. Dort gibt es jedoch keine Download-Funktion. (tsch)
