Jackie Chan und Chris Tucker hauen in einem Triple-Feature mächtig auf den Putz.
Trilogie mit vier FäustenEines der besten Leinwand-Duos aller Zeiten kämpft heute im Free-TV

Obenauf in „Rush Hour 2“: Jackie Chan (rechts) und Chris Tucker. (Bild: RTL / MMI New Line Productions, Inc.)
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Macht bis heute seine Stunts selbst: Action-Superstar Jackie Chan. (Bild: RTL / MCMXCVII New Line Productions, Inc.)
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„Ich liebe Actionfilme, aber ich hasse Gewalt“, hat Jackie Chan einmal gesagt - und dabei wie Konfuzius geklungen. In der Tat: Verglichen mit den Leichenbergen, die Schwarzenegger, Willis & Co. hinterlassen, wirken die Actionszenen mit dem kleinen Asiaten nicht gewalttätiger als eine außer Kontrolle geratene Schulhof-Prügelei. Das ist in Brett Ratners Kassenschlagern „Rush Hour“ (1998), „Rush Hour 2“ (2001) und „Rush Hour 3“ (2007), die Super RTL nun in einem Dreifach-Feature ab 20.15 Uhr zeigt, nicht viel anders.

Jackie Chan und Chris Tucker: Ein wahrer Meister der Kampfsportkunst aus dem Fernen Osten trifft auf die wahrscheinlich größte Klappe des Westens. (Bild: RTL / MCMXCVII New Line Productions, Inc.)
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Überhaupt scheint der Einzige, der in Jackie-Chan-Filmen wirklich zu Schaden kommt, der Hauptdarsteller selbst zu sein. Die Gliedmaßen, die sich Chan bei seinen halsbrecherischen Stunts noch nicht gebrochen hat, lassen sich fast schon an einer Hand abzählen: Eine Schädelfraktur, der dreimalige Bruch des Nasenbeins und diverse Gesichtsverletzungen stehen sicher ganz oben auf Chans persönlicher Unfall-Hitliste. Doch ein bisschen Risiko muss schon sein, denn wegen des Plots gehen wohl die wenigsten Zuschauer in seine Filme.
Darum geht es in den „Rush Hour“-Filmen

Chris Tucker (links) und Jackie Chan gaben bereits in drei Teilen der „Rush Hour“-Reihe das erfolgreiche Dreamteam. (Bild: RTL / MCMXCVII New Line Productions, Inc.)
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So ist auch die Handlung von „Rush Hour“ simpel: In Los Angeles wird die Tochter von Inspektor Lees (Jackie Chan) väterlichem Freund Han (Tzi Ma) entführt. Der Hongkonger Cop eilt natürlich sofort an den Ort des Geschehens. Bei seinen Ermittlungen ist er auf die Mithilfe von James Carter (Chris Tucker) angewiesen. Gemeinsam prügelt und palavert sich das chinesisch-amerikanische Dreamteam durch die Straßen von Los Angeles.

Im Massagesalon lauern Mitglieder einer Triaden Gang Carter (Chris Tucker) auf. (Bild: RTL / MMI New Line Productions, Inc.)
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In Teil zwei machen sich Lee, der für die handfesten Argumente zuständig ist, und Carter, der mit seiner große Klappe so manch heikle Situation anzieht, auf den Weg nach Hongkong - eigentlich um Urlaub zu machen. Als Lee aber die Möglichkeit erhält, den verhassten Triaden-Chef Ricky Tan (John Lone) dingfest zu machen, geht es wieder los. Da werden mit auf- und zufliegenden Schranktüren die Gegner außer Gefecht gesetzt, an Baugerüsten aus Bambus waghalsige Kletterstunts vollführt, Karaokebars und Massagesalons zerlegt. Für den alternden Jackie Chan alles scheinbar kein Problem.

„Rush Hour 3“ führt Tucker und Chan nach Paris. (Bild: RTL / 2007 New Line Productions, Inc.)
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In der zweiten Fortsetzung ist Lee beauftragt, den chinesischen Botschafter Han (Tzi Ma) zu schützen, der die Identität der obersten Triadenbosse aufdecken will. Doch als Han zu seiner Rede ansetzen will, wird er angeschossen und Lee findet sich in einer wilden Verfolgungsjagd durch L.A. wieder. In einer Sackgasse kann er den Attentäter stellen und muss erkennen, dass es sich um seinen „Bruder“ aus dem Waisenhaus handelt: Aufgrund der alten Zeiten zögert Lee und Kenij (Hiroyuki Sanada) kann entkommen, als Lees amerikanischer Kollege James Carter zur Unterstützung anrückt. Die Spuren führen nun nach Paris, wo ihnen der französische Polizist (Roman Polanski), der sie am Flughafen empfängt, das Leben schwer macht.
Kommt dank Donald Trump Teil vier?
Zwei unkonventionelle Haudrauf-Ermittler, jede Menge cooler Sprüche, deren Pointen meistens ins Schwarze treffen, und das rasante Tempo machen alle „Rush Hour“-Teile zu überaus erfolgreichen Popcorn-Movies: „Rush Hour 2“ übertraf in den USA mit einem Einspielergebnis von 226 Millionen Dollar sogar noch seinen Vorgänger, der es auf 141 Millionen Dollar schaffte. Auch der dritte Teil spielte mit 140 Millionen Dollar zumindest seine Kosten wieder ein.
Danach gab es immer wieder Pläne für eine weitere Fortsetzung, deren Umsetzung jetzt näher sein könnte als jemals zuvor: Im Dezember 2022 bestätigte Chan, dass ein vierter Film in Entwicklung sei. Im November 2025 gab Paramount bekannt, dass der Film mit Brett Ratner als Regisseur erscheinen werde. Angeblich sei ein persönlicher Wunsch von Donald Trump gewesen, das Projekt mit Ratner fortzusetzen, obwohl der Regisseur im Zuge der MeToo-Enthüllungen von mehreren Schauspielerinnen der sexuellen Nötigung und Belästigung beschuldigt wurde. (tsch)
