Abo

Großfahndung in den USAAngreifer erschießt 18 Menschen in Restaurant und Bowlingbahn

Lesezeit 3 Minuten

Bei dem schweren Angriff im US-Bundesstaat Maine wurden auch 13 Menschen schwer verletzt. Der Täter ist noch flüchtig. 

Ein Schütze hat in einer kleinen Stadt im Nordosten der USA ein Blutbad mit mehreren Toten und Verletzten angerichtet. Bei dem Schusswaffenangriff im US-Bundesstaat Maine sind nach offiziellen Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden. 13 weitere Menschen wurden verletzt, wie die Gouverneurin des Bundesstaates im Nordosten der USA, Janet Mills, am Donnerstag sagte.

Sie warnte, der flüchtige Schütze sei „bewaffnet und gefährlich“.Es ist einer der schwersten Schusswaffenangriffe in den USA in den vergangen fünf Jahren. Es läuft eine Großfahndung.

„Wir sind buchstäblich mit Hunderten Polizeibeamten im Einsatz“, sagte ein Polizeisprecher. Die Fahnder suchen nach einem 40 Jahre alten Mann, der als „bewaffnet und gefährlich“ gilt. Auf Fotos von Überwachungskameras ist er laut Medien mit einem Sturmgewehr zu sehen. Es seien Straßensperren errichtet und Hubschrauber angefordert worden.

Schüsse in Maine: Angreifer tötet viele Menschen in Lewiston

Die Polizeibehörden der Stadt Lewiston und des dortigen Androscoggin County teilten mit, Einsatzkräfte reagierten auf Schusswaffenangriffe an mehreren Orten. Die Polizei veröffentlichte dazu Überwachungskamera-Bilder eines mutmaßlichen Schützen. Zu sehen war darauf ein Mann mit einem vorgehaltenen Gewehr. Der Verdächtige sei noch nicht gefasst, hieß es. Anwohner in der Gegend wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Polizei veröffentlichte auch das Foto eines Autos und bat um Hinweise aus der Bevölkerung zu dem Mann und dem Wagen. Die Sender ABC und CNN berichteten, die Attacken hätten sich in einem Grill-Restaurant und einer Bowlingbahn abgespielt.

Lewiston: Bewaffneter Angriff erschüttert Kleinstadt

Lewiston ist ein Ort mit etwa 39.000 Einwohnern im Südwesten von Maine. Der Bundesstaat liegt an der Ostküste der USA. McCarthy sagte, die Krankenhäuser in der kleinen Stadt seien nicht dafür ausgelegt, mit einer Lage wie dieser fertig zu werden - „sie tun, was sie können“. Die Lage sei surreal. „Es ist einfach so unwirklich“, sagte McCarthy. „Man sieht es in den Nachrichten und sagt sich, dass das hier nie passieren wird. Und dann passiert es hier und es haut dich einfach um.“

In den USA gehören Amokläufe und tödliche Schießereien auf traurige Weise zum Alltag. Schusswaffen sind in den USA leicht erhältlich und massenhaft im Umlauf. Regelmäßig erschüttern blutige Attacken mit vielen Opfern das Land.

Nach einem Schusswaffen-Angriff hat US-Präsident Joe Biden dem Bundesstaat Maine volle Unterstützung zugesichert. Das gab das Weiße Haus am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington bekannt. Biden habe mit der Gouverneurin von Maine, Janet Mills, den Senatoren Angus King und Susan Collins sowie dem Kongressabgeordneten Jared Golden telefoniert.

Lewistons Bürgermeister Carl Sheline hat sich nach dem Anschlag schockiert gezeigt. „Ich bin untröstlich für unsere Stadt und unsere Bevölkerung“, schrieb er in einer Erklärung. Der Ort sei für seine Stärke und seinen Mut bekannt. „Beides werden wir in den kommenden Tagen brauchen.“ (mab/dpa/afp)

KStA abonnieren