Der Wintereinbruch in den USA bringt das öffentliche Leben in vielen Bundesstaaten durcheinander. Bei klirrender Kälte sind Tausende Haushalte ohne Strom.
„Historischer Wintersturm“USA frieren ein – Hunderttausende Menschen ohne Strom

Das heftige Winterwetter trifft die Menschen in den USA hart.
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Ein heftiger Wintereinbruch bringt große Teile der USA an ihre Belastungsgrenze. Schnee, Eisregen und ungewöhnlich niedrige Temperaturen sorgen für Stromausfälle, Verkehrschaos und Notstandsmaßnahmen in zahlreichen Bundesstaaten.
Mindestens 250.000 Haushalte sind landesweit ohne Strom, wie das Portal „poweroutage.us“ meldet. Besonders stark betroffen sind Mississippi, Louisiana und Texas. Während Reparaturtrupps bei eisigen Temperaturen arbeiten, breitet sich der Wintersturm weiter aus. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung spürt die Auswirkungen bereits – und auch der Nordosten des Landes bereitet sich vor. Im Laufe des Sonntags soll das Unwetter New York erreichen.
Wintersturm legt Teile der USA lahm
Der Wintersturm zog vom Südwesten über das Zentrum der USA hinweg und brachte von New Mexico bis North Carolina Schnee und Eisregen. In Bundesstaaten wie Kansas, Oklahoma und Missouri lagen die Schneemengen am Samstagabend stellenweise bei bis zu 20 Zentimetern. Der Nationale Wetterdienst warnte, die Folgen würden noch Tage anhalten. Schnee und Schneeregen könnten immer wieder gefrieren und Straßen sowie Gehwege gefährlich machen.

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem spricht während einer Pressekonferenz im National Response Coordination Center am Hauptsitz der Katastrophenschutzbehörde FEMA am 24. Januar 2026 in Washington, D.C. Ein massiver Wintersturm bringt eisige Temperaturen, Eis und Schnee für nahezu 200 Millionen Amerikaner.
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US-Heimatschutzministerin Kristi Noem sprach von einem „historischen Wintersturm“. Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, bis zu 240 Millionen Menschen könnten betroffen sein. Mindestens 20 Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington riefen den Notstand aus.
Auch der Reiseverkehr ist massiv eingeschränkt. Tausende Flüge wurden gestrichen, Reisende strandeten an Flughäfen. In vielen Städten öffneten Behörden Wärmestuben für Obdachlose. Vor Supermärkten bildeten sich lange Schlangen, als Menschen versuchten, sich rechtzeitig mit Lebensmitteln einzudecken. (sbo/dpa/afp)

