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EnergiekriseNRW-Landtag schafft für immer Warmwasser ab

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Abgeordnete verfolgen die aktuelle Stunde im Landtag.

Für die Abgeordneten gibt es künftig nur noch kaltes Wasser aus dem Hahn.

Der Landtag hat den Abgeordneten mitgeteilt, dass in den Büros für immer das warme Wasser abgeschafft wird. Konkret werden ab 1. Dezember die Durchlauferhitzer ausgebaut.

Diese Maßnahme hat sich gewaschen: Der Landtag wird in den Büros der Abgeordneten und Mitarbeiter dauerhaft das Warmwasser abschaffen. Wie Landtagspräsident André Kuper (CDU) den Abgeordneten am Donnerstag schriftlich mitteilte, werden die Durchlauferhitzer ab 1. Dezember abgebaut.

Durchlauferhitzer sind Stromfresser

Laut dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, sind die Durchlauferhitzer gewaltige Stromfresser. Ohne sie spare der Landtag 370.000 Kilowattstunden im Jahr – mit einer Kilowattstunde kann man zum Beispiel fünf Minuten warm duschen. Zurzeit sind die Geräte bereits abgeschaltet. Weil das aus Gründen der „Wasserhygiene“ aber nicht dauerhaft möglich sei, würden sie jetzt ganz entfernt, so Kuper. Start ab dem 1. Dezember, Dauer des Umbaus: Je 20 Minuten.

Wie der Landtagspräsident weiter schreibt, werden in den Fluren Bewegungsmelder angebracht – damit das Licht nicht ständig brennt. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben werden die Büros schon seit Wochen nur auf 19 Grad geheizt. Die Wandelhalle nur auf 18 Grad. Die Treppenhäuser sind ganz kalt. Der Fernwärmeverbrauch soll um 6 Prozent, der Stromverbrauch sogar um 15 Prozent gesenkt werden.

In den kommenden Jahren sollen laut Kuper auf den Flachdächern des Landtags Solarzellen installiert werden. Vorher sollen die Dächer „begrünt“ werden. „Über diese konkreten Maßnahmen hinaus streben wir im Landtag eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2030 an“, schreibt Kuper an die Politiker. Der Landtag, so der Präsident, könne so zu einem „Energievorbild“ werden.