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Internet abgeschaltetProtestwelle im Iran – Berichte über Tote, Khamenei droht weiter

2 min
Das Bild zeigt Irans geistigen Führer Ayatollah Ali Khamenei.

Irans geistiger Führer Ayatollah Ali Khamenei verurteilte die Proteste.

Am Donnerstagabend erlebte der Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der Proteste. Das Internet ist seit Stunden abgeschaltet. 

Irans oberster Führer hat die landesweiten Proteste gegen die Staatsführung scharf verurteilt. In einer am Freitag veröffentlichten Rede sprach Ajatollah Ali Chamenei von „Unruhestiftern“ und „dem Land schädlichen“ Menschen. „Es gibt auch Leute, deren Arbeit Zerstörung ist“, sagte er. Sie richteten Zerstörung an, „nur damit sich der Präsident der Vereinigten Staaten freut“, sagte das Staatsoberhaupt mit Blick auf Donald Trump.

Diese am 6. Januar 2026 aufgenommene Aufnahme aus nutzergenerierten Inhalten (UGC), die noch am selben Tag in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigt Zusammenstöße zwischen Demonstrierenden und iranischen Sicherheitskräften im Teheraner Basar. Iranische Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um Demonstrierende im Teheraner Basar zu zerstreuen, die Parolen gegen die klerikalen Machthaber skandierten, wie Menschenrechtsgruppen und in sozialen Medien veröffentlichte Bilder berichten.

Diese am 6. Januar 2026 aufgenommene Aufnahme aus nutzergenerierten Inhalten (UGC), die noch am selben Tag in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigt Zusammenstöße zwischen Demonstrierenden und iranischen Sicherheitskräften im Teheraner Basar. Iranische Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um Demonstrierende im Teheraner Basar zu zerstreuen, die Parolen gegen die klerikalen Machthaber skandierten, wie Menschenrechtsgruppen und in sozialen Medien veröffentlichte Bilder berichten.

Der US-Präsident hatte der iranischen Führung bereits mehrfach mit einem Einschreiten gedroht, sollte die Staatsmacht Demonstranten töten. Am Donnerstagabend erlebte der Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle Ende Dezember. Der iranische Sicherheitsapparat hat das Internet für die Bevölkerung seit mehr als 14 Stunden vollständig abgeschaltet. Der iranische Rundfunk veröffentlichte Chameneis Rede auf Telegram.

Berichte über zahlreiche Tote im Iran

Chamenei deutete ein hartes Einschreiten der Sicherheitskräfte an. „Die Islamische Republik ist mit dem Blut von mehreren Hunderttausend ehrenhaften Menschen an die Macht gekommen“, zitierte ihn der Rundfunk weiter. „Gegenüber denen, die zerstörerisch handeln, wird die Islamische Republik nicht nachgeben. Sie duldet keine Söldnerdienste für Ausländer“, sagte er.

Unterdessen mehren sich Berichte über zahlreiche Tote, nachdem Sicherheitskräfte am Donnerstag das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen. Unverifizierte Videos in sozialen Netzwerken zeigen blutüberströmte junge Menschen nach einer Kundgebung auf dem Boden eines Gebäudes in einem Vorort nahe der Hauptstadt Teheran. Der staatliche Rundfunk sprach in einem Bericht von Demonstrationen, die „von terroristischen Elementen unterwandert“ worden seien. Demnach kamen am Donnerstag mehrere Menschen ums Leben. (dpa)