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Entlastung: Gewerkschaft und Uniklinikum verhandeln weiter

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Frankfurt/Main – Die Gewerkschaft Verdi und das Uniklinikum Frankfurt verhandeln an diesem Montag weiter über eine Entlastung von rund 4000 nicht-ärztlichen Angestellten. Nach einem zweitägigen Warnstreik in der vergangenen Woche gehen die Gespräche damit in eine dritte Runde.

Verdi fordert unter anderem eine Begrenzung dafür, wie viele Patienten eine Pflegekraft auf Station pro Schicht versorgen muss. Außerdem geht es um bessere Ausbildungsbedingungen und Ausgleich für Arbeit in Überlastungssituationen.

Die Klinik sah in ihrem Angebot an die Gewerkschaft von vergangener Woche „die wesentlichen Forderungen der Arbeitnehmerseite” erfüllt. Offen sei noch, wann Maßnahmen zur Entlastung umgesetzt werden können. Verdi-Verhandlungsführer Jens Ahäuser hingegen sieht die beiden Verhandlungspartner inhaltlich noch „weit auseinander liegen”. Er habe aber „nicht den Eindruck, dass die Arbeitgeberseite keine Lösung finden will”. Es herrsche eine vernünftige Verhandlungsatmosphäre.

Wie beide Verhandlungspartner bestätigten, war Anfang des Jahres das Uniklinikum auf die Gewerkschaft zugekommen, um über eine Entlastung der Beschäftigten zu verhandeln.

Die Uniklinik Frankfurt ist eine von nur zwei Universitätskliniken in Hessen. Das Uniklinikum Gießen-Marburg wurde privatisiert und gehört zur Rhön-Klinikum AG.

© dpa-infocom, dpa:220828-99-545114/2 (dpa/lhe)