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Etwas mehr Datenklau an Geldautomaten in Hessen

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Frankfurt/Main – Der Datenklau an Geldautomaten in Hessen hat auf niedrigem Niveau leicht zugenommen. Sechs Mal manipulierten Kriminelle im ersten Halbjahr des laufenden Jahres Automaten im Land, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme in Hessen 5 solcher „Skimming”-Fälle gezählt, im Gesamtjahr 2021 waren es 17. Einzelne Geldautomaten können dabei jeweils mehrfach angegriffen worden sein.

Die mit Abstand meisten „Skimming”-Angriffe wurden im ersten Halbjahr in Hamburg mit 75 gezählt. Bundesweit waren es den Angaben zufolge 140 nach 63 im Vorjahreszeitraum. Der Bruttoschaden sank trotz des Anstiegs der Fallzahlen deutlich von 293.000 Euro auf 87.000 Euro.

Die Finanzbranche erklärt den seit Jahren zu beobachtenden Rückgang der Schadenssummen vor allem mit Investitionen in die sogenannte EMV-Technik: Dabei sind Bezahlkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet, die Karte wird bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft. Deutschland setzt seit Jahren auf die EMV-Technik. Auch weltweit gibt es nur noch wenige Länder, in denen Bezahlkarten mit relativ leicht kopierbaren Magnetstreifen in großem Stil nutzbar sind.

Verbraucher in Deutschland, die Opfer von „Skimming” geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

© dpa-infocom, dpa:220719-99-72665/2 (dpa/lhe)