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Keine Bundesliga-Lizenz: Aus für Frankfurter Volleyballer

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Frankfurt/Main – Hochklassiger Volleyball in Frankfurt/Main ist nach sieben Jahren vorerst Geschichte. Wie die Volleyball Bundesliga (VBL) am Dienstag mitteilte, erhalten die United Volleys Frankfurt für die Saison 2022/23 keine Lizenz für die höchste Männer-Spielklasse. Grund ist der fehlende Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Clubs. Dieser sei auch nach Einräumen mehrerer Nachfristen nicht nachgewiesen worden, sagte VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler.

Der Lizenzierungsausschuss habe in den zurückliegenden Wochen seinen Ermessensspielraum voll ausgeschöpft. Die Erteilung der Lizenz sei insbesondere nicht möglich gewesen, weil die erforderlichen Einnahmennachweise für die Saison 2022/23 nicht hinterlegt werden konnten. Die United Volleys, Dritte der abgelaufenen Saison und Pokalsieger 2021, verzichten auf Rechtsmittel gegen die Entscheidung.

Für die übrigen Erstligastandorte erteilte der Lizenzierungsausschuss derweil grünes Licht. „Für den professionellen Männer-Volleyball in Deutschland ist diese Entwicklung eine herausfordernde Situation”, sagte Sattler. „Um so wichtiger ist es daher, dass wir die angestoßenen Prozesse zur Entwicklung weiterer Erstligastandorte und die Reformen unserer Ligen- und Wettbewerbsstruktur in den kommenden Monaten ins Ziel bringen.” In einer zeitnahen außerordentlichen Arbeitskreissitzung werden die Bundesligisten über die Auswirkungen auf den Spielplan und den Spielmodus beraten. Die Frankfurter waren 2015 in die Bundesliga aufgestiegen und hatten seitdem viermal den dritten Rang belegt sowie 2019 in der Hauptrunde der Champions League gespielt.

© dpa-infocom, dpa:220712-99-996580/2 (dpa)