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Nato-Manöver „Defender Europe 2020“
Bundeswehr unterstützt US-Armee

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In Bremerhafen wurde das erste Schiff mit schwerem Militärgerät aus dem US-Bundesstaat Georgia entladen.

Bremerhaven – Die US-Streitkräfte haben bei dem Großmanöver „Defender Europe 20“ mit der Verlegung von schwerem Gerät nach Europa begonnen. In Bremerhaven wurde am Freitag das erste Schiff mit schwerem Militärgerät aus dem US-Bundesstaat Georgia entladen, darunter Abrams-Panzer, Tankfahrzeuge, Container, Kettenraupen und gepanzerte Mannschaftswagen.

„Diese Übung haben wir mit unseren Partnern geplant. Es ist eine Verteidigungsübung. Sie dient der Stärkung der Nato“, sagte der Europa-Kommandeur der US-Armee, General Christopher G. Cavoli, am Liegeplatz des Frachtschiffs „Endurance“.

„Defender Europe 20“ wird mehrere Monate dauern

Das Schiff hatte nach neuntägiger Überfahrt am Donnerstag an der Kaje im Kaiserhafen in Bremerhaven festgemacht. Zwei weitere Schiffe werden folgen. Bereits in der Nacht rollten die ersten Panzer vom Schiff. Sie sollen nun auf verschiedene Übungsorte in Europa verteilt werden.

Einsatzorte sind auch Polen und das Baltikum. Insgesamt nehmen 18 Länder an der mehrmonatigen Übung teil. Danach wird das gesamte Material wieder in die USA transportiert. „Alles geht zurück in die USA“, so Cavoli.

Die Bundeswehr nimmt an der Übung teil

Der Inspekteur der Bundeswehr-Streitkräftebasis, General Martin Schelleis, betonte in Bremerhaven, die Ankunft der „Endurance“ markiere den Beginn der Hauptphase des Einsatzes. Es gehe darum, die Fähigkeit zur kollektiven Verteidigung innerhalb der Nato auszuprägen.

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Am Samstag ist in Bremerhaven eine Demonstration von Friedensaktivisten gegen die Übung geplant. Bei „Defender Europe 20“ werden rund 20.000 Soldaten aus den USA und 9.000 aus Standorten in Europa verlegt.

Die Bundeswehr nimmt selbst an der Übung teil und unterstützt die US-Army zudem bei Transport und Unterbringung. Im niedersächsischen Garlstedt wurde eine Zeltstadt für 2.000 US-Soldaten aufgebaut. (dpa)