Überdurchschnittlich gute Getreideernte in diesem Jahr
Wiesbaden – Hessens Landwirte haben dieses Jahr eine überdurchschnittliche Gesamtmenge an Getreide und Winterraps geerntet. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, wurden nach vorläufigen Zahlen 2,0 Millionen Tonnen Getreide und 192.300 Tonnen Winterraps eingefahren. Wegen Trockenheit und Hitze sei die Ernte in diesem Jahr bereits Anfang August abgeschlossen worden. Im sechsjährigen Durchschnitt beträgt die jährliche Erntemenge beim Getreide 1,9 Millionen Tonnen und beim Winterraps 166.800 Tonnen, wie das Landesamt mitteilte.
Für das Plus in diesem Jahr hätten unter anderem die ungewöhnlich hohen Erträge bei der Wintergerste beigetragen. Besser als im sechsjährigen Durchschnitt sei auch der Ertrag der Winterweizenernte gewesen. Von den rund 767.200 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in Hessen waren den Angaben zufolge 463.700 Hektar Ackerland. Wichtigste Getreideart war der Winterweizen (einschließlich Dinkel).
Die teils überdurchschnittlichen Ergebnisse bei der Wintergerste ließen sich unter anderem darauf zurückführen, dass sie an vielen Standorten reif gewesen sei, „bevor die Vorsommerhitze zugeschlagen hat”, teilte der Hessische Bauernverband auf Anfrage mit. „Das hing jedoch auch vom Entwicklungsstand der Bestände ab.” Raps habe von den feuchten Witterungsbedingungen über den Winter profitiert.
Beim Winterweizen sei das Bild dagegen sehr heterogen, da ihn die lange Trockenperiode im Juni und stark getroffen habe, teilte der Verband weiter mit. „In einigen hessischen Regionen haben der Ertrag und besonders die Qualität stark gelitten.”
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