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„Wichtig für unsere Stadt“14-jähriger Yosef getötet – Dormagen setzt Zeichen nach Obduktion

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Die Stadt Dormagen steht nach dem gewaltsamen Tod von Yosef zusammen.

Die Stadt Dormagen steht nach dem gewaltsamen Tod von Yosef zusammen.

Die Obduktion hat eindeutige Hinweise auf ein Kapitalverbrechen erbracht. Die Stadt Dormagen zeigt Geschlossenheit.

Nach dem Obduktionsergebnis herrscht traurige Gewissheit: Der 14-jährige Yosef wurde gewaltsam getötet. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag (3. Februar) mitteilten, ist der Jugendliche infolge von massiven „Stich- und Schnittverletzungen“ gestorben. Die Stadt Dormagen zeigte sich erschüttert und reagiert entschlossen.

„Wir haben mit vielen Nachbarn, Freunden, Vereinen, Schulen und auch der Familie von Yosef zusammengesessen, um gemeinsam zu überlegen, wie wir unserer Trauer Ausdruck verleihen“, erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld in einer Videobotschaft am Dienstagabend (3. Februar).

Enorme Anteilnahme in Dormagen nach Tod des 14-jährigen Yosef

Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Schülers habe sich eine enorme Anteilnahme in der Dormagener Stadtgesellschaft gezeigt. Nun sei es an der Zeit, der Trauer ein Zeichen zu setzen. „Wir wollen allen die Möglichkeit geben, sich von Yosef zu verabschieden. Wir merken, dass es für unsere Stadt wichtig ist, gemeinsam zu trauern und gemeinsam an Yosef zu denken“, so Lierenfeld weiter.

Die öffentliche Trauerfeier soll am Freitag auf dem Sportgelände des FC Delhoven abgehalten werden. Yosef war hier Vereinsmitglied. Er sei nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt worden, hatte der FC Delhoven mitgeteilt. „Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht.“

Öffentliche Trauerfeier für getöteten Yosef – Beerdigung nur für die Familie

Bei der öffentlichen Trauerfeier am 6. Februar auf dem Kunstrasensportplatz in Delhoven sind laut Stadt alle Menschen eingeladen, die sich von Yosef verabschieden möchten. Ausreichend Parkmöglichkeiten stehen in unmittelbarer Nähe auf dem Bolzplatz sowie auf dem Reitplatz zur Verfügung.

Die Stadt betont jedoch, dass die anschließende Beerdigung nicht für die Öffentlichkeit gedacht, sondern nur einem kleinen Teil von Angehörigen und der Familie vorbehalten ist. Die Stadt Dormagen bittet darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren.

„Der Tod von Yosef macht uns fassungslos und tief betroffen. Viele Menschen möchten in diesen Tagen ihre Anteilnahme ausdrücken. Mit der Trauerfeier schaffen wir einen Ort des Gedenkens und der Solidarität. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Freundinnen und Freunden sowie allen, die um Yosef trauern“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Ein Spaziergänger hatte am Mittwoch (28. Januar) die Leiche des 14-Jährigen an einem See in Dormagen-Hackenbroich nördlich von Köln gefunden. Bereits die ersten Untersuchungen ließen auf ein Tötungsdelikt schließen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Die Mordkommission „Waldsee“ vernimmt derzeit Zeugen. Ermittler berichteten, dass der 14-Jährige am Mittwochmittag zuletzt lebend gesehen wurde. Um 17 Uhr hatte ein Spaziergänger seine Leiche entdeckt. Ob der Fundort der Leiche auch der Tatort ist, sagte Staatsanwältin Janne Jakobek aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.