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Sportlerwahl 2021Sonja Vernikov läuft unf läuft und läuft

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Mechernich – So problematisch das vergangene Jahr für die Mechernicher Läuferin Sonja Vernikov auch begonnen hatte, so positiv war das Ende. „Mein Ziel war es, in die Nationalmannschaft zu kommen, und das ist mir gelungen“, zieht sie Bilanz. Über 10.000 Meter schaffte sie mit einer 34er-Zeit die Qualifikation für den Bundeskader. Außerdem nahm sie am 12. Dezember an der U-23-Cross-Europameisterschaft in Dublin teil – ihr erster internationaler Wettkampf, den sie auf Rang 55 beendete.

Dabei war der Anfang des  Jahres schwierig für die 20-Jährige gewesen. Noch im April laborierte sie an den Folgen einer Corona-Infektion von November 2020. So musste sie auf  die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften über 10.000 Meter verzichten.

Aus der Not eine Tugend gemacht

„Ich versuche, täglich zu laufen“, sagte sie damals. Hinzu kamen  viele Wettbewerbsabsagen.  Aus der Not macht sie eine Tugend. Da in Deutschland keine Rennen veranstaltet wurden, wich sie nach Belgien aus, wo sie fast an jedem Wochenende startete. „Belgien ist für mich wie eine zweite Heimat, ich kenne hier viele Leute“, erzählt sie. Mittlerweile ist sie nicht nur Mitglied des LAZ Puma Rhein-Sieg, sondern auch beim belgischen Klub DCLA Halen. „Ich laufe beim belgischen Crosscup mit und habe    auch schon einige Rennen gewonnen. Aber das ist für mich vor allem Training für den Sommer“, sagt sie.

Ihre Domäne sind die Strecken ab 5000 Meter auf Bahn und Straße: „Mein Fokus liegt  auf den 10.000 Metern.“ Für dieses Jahr plant sie, „so viele Meisterschaften wie möglich zu laufen“.

Training nicht immer einfach

Dabei ist für sie das Training nicht immer einfach. Auch wenn sie bereits dem Bundeskader  angehört, setzt sie doch ihre Ausbildung zur Erzieherin fort. „Die dauert noch anderthalb Jahre. Aber dann konzentriere ich mich mehr auf den Laufsport“, sagt sie. Ihr Plan: Wie viele Spitzenathleten will sie zur Bundeswehr, um sich in einer Sporteinheit ganz auf das Laufen konzentrieren zu können.

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Vor 14 Tagen hatte sie bei der LVN-Meisterschaft in Leverkusen  ihren ersten Wettbewerb in der Halle. „Das war eine neue Erfahrung“, sagt Vernikov. Vieles sei dort anders, zum Beispiel sei die Luft etwas stickig. Auf der nur 200 Meter langen Bahn seien die Kurven enger, was ihr mit ihrer Crosslauferfahrung entgegenkam. „Das hat am meisten Spaß gemacht“, sagte sie nach ihrem Sieg über 3000  Meter.