2025 führte der Segler André Hauschke die Hobie-Rangliste an. In diesem Jahr fährt der Euskirchener zur Surf-Weltmeisterschaft.
Sportlerwahl 2025André Hauschke aus Euskirchen will noch einmal aufs Podest

In seinem Element: Hobie-Segler André Hauschke mag Wind und Wellen.
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Sportlich gesehen war es für André Hauschke zwar ein sehr erfolgreiches Jahr. Aber es war auch eines ohne die ganz großen Ereignisse. Am Worrell 1000 Race, der längsten Segelregatta der Welt, nahm er, anders als 2022 und 2024, diesmal nicht teil. Als besonderes Event diente vor allen Dingen eine Skibergsteiger-Tour in der Nähe des Nordpols. „Das war eine Wahnsinns-Herausforderung und ein riesiger Erkenntnisgewinn“, so Hauschke.
Das heißt aber nicht, dass er über Langeweile geklagt hat. „2025 war ein absolutes Hobie-Jahr – und eines der erfolgreichsten für der RSC Zülpich“, fasst der Euskirchener Hauschke es zusammen. Daran ist er nicht ganz unschuldig. Schließlich war er der beste deutsche Segler auf der europäischen Linie, was ihm am Ende den Gewinn der deutschen Hobie-Rangliste einbrachte.
Der Segler fühlt sich wohl, wenn die Wellen toben
Bei der Europameisterschaft landete er, wie im Vorjahr, auf Rang vier. Zwischenzeitig lag er sogar auf dem ersten Rang, aber dann kamen ein paar Rennen, in denen das passierte, was Hauschke am wenigsten mag: Windstille oder Leichtwind. Denn der Euskirchener fühlt sich so richtig wohl, wenn die Wellen toben. Deshalb hat er mit der Europameisterschaft noch eine Rechnung offen.
Ein Ziel für 2026 lautet: „Ich habe die Ambition, aufs Podest zu fahren.“ So wie 2021 und 2022, als er Vize-Europameister wurde. Europa stand 2025 auch im Fokus des früheren Weltklasse-Surfers. „Ich habe mich mit internationalen Seglern gemessen und ein paar schöne Regatten gewonnen.“ Aber er hat auch den Kontinent verlassen.
Ich sehe, dass ich noch eine Rolle spiele – auch bei jungen Seglern.
Als bester deutscher Segler war er zu einem Wettkampf in Kanada eingeladen. Aber auch hier herrschten nicht seine Bedingungen. Ewig in Erinnerung bleiben wird ihm die Regatta trotzdem: Als er in Kanada war, wurde er zum ersten Mal Opa. Dass er überhaupt eingeladen wurde, ist für Hauschke eine Bestätigung. „Ich sehe, dass ich noch eine Rolle spiele – auch bei jungen Seglern“, sagt er.
Das Sportjahr 2026 hat er schon akribisch geplant. Schließlich geht der Euskirchener auch einem Beruf nach, er pendelt regelmäßig nach Koblenz, wo er die Geschäftsstelle eines Finanzdienstleisters leitet. Im Hauptfokus stehen in diesem Jahr die drei Eurocup-Läufe in Italien, Deutschland und Frankreich, letzterer ist gleichzeitig die internationale Europameisterschaft.
Klassentreffen vor Südafrika mit Legenden des Windsurfens
Eingeplant sind aber auch die Regatten Round Texel und Super Sail Kellenhusen. Und dann sieht es so aus, als ob es für Hauschke im Oktober sogar „Back to the Roots“ heißt. Als 21-Jähriger stand er 1984 im Olympia-Kader, nahm 1986 an den Goodwill-Games in Moskau teil und surfte bis 1991 beim Weltcup.
Nun steht das „Klassentreffen“, wie Hauschke es nennt, an, zu dem auch Windsurf-Ikonen wie Robby Naish (USA) und Bjørn Dunkerbeck (Niederlande/Dänemark) zugesagt haben. Im Rahmen der Weltmeisterschaft in Südafrika werden die früheren Star-Surfer in der Legend Class an den Start gehen.

