Abo

Naturzeltlager in HellenthalFerien im Funkloch

2 min

Aus Steinen bauten die Jugendlichen einen Damm in der Preth, damit sie den Bach trockenen Fußes überqueren konnten.

Hellenthal-Oberprether Mühle – Mit dem eingeschränkten Komfort im Naturzeltlager der Jugendeinrichtung „Point“ kommen die 24 Mädchen und Jungen aus den Gemeinden Hellenthal und Mechernich gut klar.

Auch die Hitze, abgelöst durch kurze Regengüsse, und die Tatsache, dass die Jugendlichen zwischen neun und 16 Jahren bei der „Hausarbeit“ helfen mussten, waren keine Probleme. Irritiert waren sie aber anfangs, als sie feststellten, dass es im Camp im Eifeler „Outback“ weder Handy- noch Internetverbindung gibt. Das erforderte denn doch eine gravierendere Umstellung der üblichen Lebensgewohnheiten.

Keine Ablenkung

Gerade dieses Funkloch gehört für Point-Leiter und Lagerchef Helmut Woelk und seine drei ehrenamtlichen Helfer zu den besonderen Reizen des malerischen Zeltplatzes an der Preth. So sind die Jugendlichen tatsächlich gezwungen, ohne Ablenkung im Internet oder durch Telefonate mit sich selbst und der Gruppe auszukommen. Daran mussten sich einige erst mal gewöhnen. Inzwischen erkennen manche Lagerteilnehmer durchaus auch die Vorteile. Als am Mittwochabend Jugendseelsorger Hardy Hawinkels zum Gespräch vorbei kam, räumten einige Jugendliche ein, dass sie den mobilfunkfreien Zustand als wohltuend empfänden.

Neue Strukturen

Wie Woelk berichtete, habe ein solches Lager fernab der gewohnten Umgebung eine weitere begrüßenswerte Folge: „Normalerweise hängen die Jugendlichen in ihren schulischen Strukturen in der Freizeit zusammen. Diese Struktur wird im Lager aufgelöst, es bilden sich neue Freundschaften jenseits der bisher favorisierten Gruppen.“

Seit Montag zeltet die Gruppe nun an der Preth und versorgt sich weitgehend selbst. Die Essenszubereitung, Spülen und dergleichen mehr beanspruchen einen erheblichen Teil des Tages. Ansonsten gibt es Spiele, vielfach auch Geländespiele.

Geländespiel mit GPS-Orientierung

Am Donnerstag stand beispielsweise ein Geländespiel mit GPS-Orientierung auf dem Plan. Aufgeteilt auf fünf Gruppen, sollten die jungen Leute mit Hilfe der Satellitennavigation im Wald bestimmte Aufgaben lösen. Unterwegs mussten Fragen beantwortet werden, um die nächsten Zielkoordinaten zu bekommen. Einen tollen Abenteuerspielplatz bot natürlich auch die Preth, die nur wenige Meter von den Zelten entfernt vorüberplätschert.

Bisweilen wollten die jungen Leute auch einfach nur „chillen“: rumhängen und nichts tun. Raum dafür bot der Jugendbus, der auch gern genutzt wurde als Disco-Bude.

Veranstalter war der Kirchengemeindeverband Hellenthal-Schleiden. Am Freitag endete die Lagerwoche für die jugendlichen Teilnehmer.