Gewalttäter, Diebe, RäuberNach diesen Personen fahndet die Polizei im Kreis Euskirchen

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Einsatzwagen der Polizei stehen an einer Unterführung. Symbolfoto.

Die Polizei (Symbolfoto) ist bei der Suche nach Verdächtigen auf die Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen.

Diese Fahndungen der Polizei sind im Kreis Euskirchen gerade aktuell. Die Ermittler suchen Hinweise zu den bislang unbekannten Tätern.

Raub, Diebstahl, Körperverletzung: Tatverdächtige versuchen in vielen Fällen, sich den Fängen der Justiz zu entziehen. Für die Polizei werden öffentliche Fahndung dabei zu einem immer wichtigeren Instrument, um den mutmaßlichen Tätern auf die Spur zu kommen.

„Mit der Veröffentlichung von Fahndungen im Fahndungsportal NRW erhöht die Polizei NRW den Druck auf mögliche Straftäter oder erlangt Hinweise zu vermissten Personen“, erklärt Markus Niesczery, Pressesprecher beim Landeskriminalamt NRW auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch im Kreis Euskirchen sucht die Polizei derzeit nach Verdächtigen. Einzusehen sind diese Fahndungen auf dem digitalen Fahndungsportal der Polizei NRW. Aktuell fahnden die Ermittler in zwei Fällen nach bislang unbekannten Tätern.

Euskirchen: Unbekannter Mann bricht in Wohnung ein und klaut Bargeld

Am 14. März 2023 ist ein noch unbekannter Mann in ein Einfamilienhaus in Euskirchen eingebrochen. Nach Angaben der Polizei soll der Einzeltäter systematisch Schränke und Behältnisse nach Wertgegenständen abgesucht haben. Dabei stahl er Schmuck, Bargeld und eine Münzsammlung. Als der Verdächtige das Haus verließ, begegnete er dem 11-jährigen Sohn der betroffenen Familie, der eine Beschreibung des Täters abgeben konnte.

Der Täter wird als etwa 180 cm groß und zwischen 35 und 45 Jahren alt beschrieben. Er hat braune Haare und eine athletische Figur. Zur Tatzeit trug er dunkle Kleidung mit einer hellen Kapuze und rot abgesetzten Nähten am Reißverschluss seiner schwarzen Jacke. Das Phantombild des Tatverdächtigen kann auf dem Fahndungsportal der Polizei eingesehen werden.

Weilerswist: Zwei Fälle von Tankbetrug an Aral-Tankstelle

Unbekannte haben an einer Tankstelle in Weilerswist über 1000 Liter Benzin abgezapft und nicht bezahlt. An dem weißen Mercedes Sprinter, mit dem der Tatverdächtige am 25. Januar 2023 die Tankstelle anfuhr, waren gestohlene Kennzeichen angebracht.

Die Unbekannten fielen bereits am 23. Januar 2023 mit einem Tankbetrug an einer Tankstelle in Mechernich auf. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Identifizierung des abgebildeten Mannes führen können. Die Aufnahmen des Tatverdächtigen können auf dem Fahndungsportal der Polizei eingesehen werden.

Am 14. November 2023 ereignete sich ein weiterer Tankbetrug in Weilerswist. Der unbekannte Tatverdächtige, der von der Polizei als kräftig beschrieben wird, soll mit einem Ford Transit das Tankstellengelände in Weilerswist befahren und vollgetankt haben, ohne zu bezahlen. Das Kennzeichen war gestohlen und wurde laut Polizei bereits für mehrere Tankbetrüge genutzt. Bilder des Tatverdächtigen sind auf dem Fahndungsportal der Polizei abrufbar.

Hohe gesetzliche Hürden für polizeiliche Fahndungen

Vor allem digitale Fahndungen werden für die Polizei zu einem immer wichtigerem Hilfsmittel zur Verbrechensaufklärung. „Durch die Verlinkung mit Social-Media Kanälen wie beispielsweise Facebook, Instagram, Twitter und TikTok wird die Fahndung einem großen Kreis von Interessierten zugänglich gemacht“, so LKA-Pressesprecher Niesczery.

Die Herausgabe einer Fahndung, vor allem aber die Veröffentlichung von Fahndungsfotos eines Verdächtigen, wird nicht von der Polizei entschieden. Dafür gelten bundesweit einheitliche Regeln. Niesczery: „Jede Öffentlichkeitsfahndung muss zwingend durch ein ordentliches Gericht angeordnet werden oder bei Gefahr im Verzug durch Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft.“

Aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben werden öffentliche Fahndungen deshalb oftmals mehrere Wochen nach der Tat herausgegeben.

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