VorlesewettbewerbEuskirchenerin überzeugt die Jury mit einem Fantasyroman

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Das Bild zeigt die jungen Finalisten und die Jury in der Stadtbibliothek.

Die Finalisten beim Vorlesewettbewerb traten zum Kreisentscheid in der Euskirchener Stadtbibliothek an.

Beim Vorlesewettbewerb im Kreis Euskirchen gibt es eine Siegerin. Die elfjährige Rosa Muckenhaupt aus Euskirchen kann am besten lesen.

Rosa Muckenhaupt hat es geschafft. Die elfjährige Euskirchenerin ist Vorlesechampion auf Kreisebene und nimmt nun an der Finalrunde auf Bezirksebene teil. Die junge Marienschülerin setzte sich in der Stadtbibliothek gegen 14 Konkurrentinnen und Konkurrenten durch. Sie überzeugte die Jury vor allem mit ihrem Text aus dem Buch „Land of Stories: Das magische Land – Die Suche nach dem Wunschzauber“.

Dabei sei das gar nicht ihr Lieblingsbuch, verriet die Schülerin im Gespräch mit dieser Zeitung. „Ich mag total ‚Twisted Tales: wie ein unendlicher Traum‘. Was wäre, wenn Dornröschen niemals mehr erwacht wäre? Das ist so spannend“, so die Elfjährige.

Lesewettbewerb: Elfjährige überzeugt Jury auch mit Fremdtext

Neben dem selbst ausgesuchten Buch mussten die Finalisten auch eine Passage aus einem Buch lesen, das sie vorher nicht kannten, sodass sie den Text nicht üben konnten. Doch Muckenhaupt meisterte nach Ansicht der Jury auch diese Aufgabe hervorragend.

Und was macht eine Vorlesesiegerin, wenn sie nicht gerade in der Stadtbibliothek wildfremden Menschen etwas vorliest? „Ich spiele Tennis und Posaune in der Bigband der Marienschule“, sagt sie stolz. Oder aber sie macht etwas, was für Kinder in ihrem Alter wohl völlig normal ist: Sie trifft sich mit Freundinnen.

Ihre Eltern sind ebenfalls stolz und freuen sich nun auf den Landeswettbewerb. Ob es Rosa überhaupt zum Kreisentscheid schaffe, sei lange fraglich gewesen, berichtet ihre Mutter. „Ich war krank, wollte aber unbedingt teilnehmen, weil man eine solche Chance ja nur einmal bekommt“, erklärt die Siegerin. Sie habe schon immer sehr viel und gerne gelesen, sagt die Marienschülerin.

Und dabei sei ihr eine Sache besonders wichtig: Das Buch muss im Regal stehen und haptisch erlebbar sein. Mit einem Kindle könne sie nicht viel anfangen, so die Elfjährige. Ein Höhepunkt für alle Finalisten war, als die ehemalige Lückerather Schulleiterin Rita Jenniges den Kindern ebenfalls etwas vorlas. „Ich bin ganz schön nervös, weil hier so viele gute Vorleserinnen und Vorleser sind“, gesteht sie.

Als Preis fürs Erreichen des Kreisentscheids erhielten alle Finalisten ein Buch, einen Rucksack, eine Brotdose und eine Urkunde. Und vielleicht gibt es für Rosa und ihren Sieg bei der nächsten Bigband-Probe ja auch noch einen kleinen Tusch von ihren Mitschülern der Marienschule.

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