Ein übler Gestank alarmierte Anwohner in Dreimühlen, Eiserfey und Breitenbenden: Gülle war in den Hauserbach gelangt– zwei Fischzuchten sind betroffen.
Fische verendetGülle in den Hauserbach bei Mechernich eingeleitet – Verursacher wird gesucht

In Mechernich war am Montag zwischen Dreimühlen und Breitenbenden Gülle in den Hauserbach geleitet worden. Bei Breitenbenden kam es gegen 12 Uhr zu Geruchsbelästigung und Schaumbildung auf dem Veybach.
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Gegen Mittag lag am Montag ein beißender Geruch über Breitenbenden. Erst kam der Gestank – dann der Anblick: Auf dem Veybach trieben Bläschen und dicker, gelblicher Schaum. Schon am Vormittag hatten Anwohner in Dreimühlen und Eiserfey Alarm geschlagen.
Dort stank es nicht nur, das Wasser des Hauserbach und im weiteren Verlauf im Weyer Bach hatte sich grün-gelb verfärbt. Besonders hart traf es zwei Fischzuchtanlagen in der Umgebung: Zahlreiche Fische verendeten, nachdem die Gülle in die Becken gelangt war.
Gülle könnte über Regenwasserkanal in den Hauserbach gelangt sein
Die Feuerwehr Mechernich und der Erftverband rückten aus – und bestätigten den Verdacht: Gülle im Bach. Woher sie stammt, ist unklar. Der Erftverband hat Proben genommen und untersucht, wie die Flüssigkeit in die Gewässer gelangen konnte.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Kreises Euskirchen, der mit der Unteren Wasserbehörde in den Fall involviert ist, ist die Gülle über einen Regenwasserkanal in den Hauserbach geflossen. „Zum Zeitpunkt der Kontrolle konnte kein weiterer Eintrag festgestellt werden“, erklärte Kreissprecher Wolfgang Andres.
Die Behörden seien im Einsatz und stünden mit dem Ortsvorsteher im Austausch. Im weiteren Verlauf des Veybachs sind laut Kreisverwaltung bisher keine Schäden bekannt.

