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FeuerDachstuhl brannte lichterloh

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Insgesamt 60 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr eilten zum Einsatzort.

Schleiden – Ein technischer Defekt war vermutlich die Ursache eines Dachstuhlbrandes in einem Einfamilienhaus an der Reifferscheider Straße am Sonntagabend. Personen kamen nicht zu Schaden. Kurz vor 18 Uhr waren die Rettungskräfte alarmiert worden. „Als ich, von Gemünd kommend, an der Olef vorbeifuhr, konnte ich den brennenden Dachstuhl schon sehen“, berichtete Klemens Hensen, Wehrleiter der Stadt Schleiden.

Der Besitzer des Hauses saß am Computer, als plötzlich der Strom ausfiel und er ein Knistern in seinem Haus wahrnahm. Er wollte nach eigenen Angaben zum Stromverteilerkasten gehen, um dort nach der Ursache zu suchen. Aufgrund der Geräuschwahrnehmung ging er allerdings nach oben. Hier sah er Flammen auf dem Dachboden.

Der 47-Jährige verließ fluchtartig das Gebäude, lief zum Nachbarn und alarmierte von dort aus die Feuerwehr. Sämtliche Züge der Stadt einschließlich der Drehleiter eilten zum Brandort. Insgesamt waren rund 60 freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz. Hinzu kamen ein Rettungswagen und später auch ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das DRK verteilte warme Getränke, denn die ganze Zeit über schneite es, und es herrschten Temperaturen knapp unter null Grad.

Bürgermeister war geschockt

Der neue Schleidener Bürgermeister Udo Meister wohnt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Brandort. Er eilte ebenfalls hinzu und war sichtlich geschockt. Für den Hausbesitzer und seine Frau fand der erste Bürger der Stadt tröstende Worte.

Zwei Trupps drangen schnell in das Innere des Hauses vor. Ein Trupp löschte in der Dachspitze, ein zweiter vom Obergeschoss aus. Was die Löscharbeiten erschwerte: Die Decke des Obergeschosses stürzte während des Brandes teilweise ein. Zudem hatten die Wehrleute Probleme mit der Löschwasserversorgung. Der Wasserdruck am Berg ist verhältnismäßig schwach. Aus Sicherheitsgründen legten die Wehrleute eine Schlauchleitung bis zur Olef hinunter. „Diese Leitung wurde allerdings doch nicht mehr in Betrieb genommen“, so Klemens Hensen.

Gegen 20 Uhr konnten die ersten Rettungskräfte abrücken, gegen 21 Uhr war das Feuer gelöscht. Der Schaden an dem relativ neuen Haus beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro.