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Ferien der BauarbeiterSchleidener Markt ist provisorisch geöffnet

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Als Einbahnstraße ist der Schleidener Markt in den kommenden Wochen passierbar. Dann rücken die Bauarbeiter wieder an.

Schleiden – Einen Vorgeschmack auf die fertig sanierte Innenstadt erhalten die Besucher von Schleiden. Denn während der Betriebsferien der ausführenden Baufirma aus Kesternich wurde die Durchfahrt durch die ehemalige Fußgängerzone, die seit Beginn der Bauarbeiten gesperrt war, wieder für den Verkehr freigegeben. Dabei gelang es, ein „Roggendorf 2“, wie es im Vorfeld mit Blick auf die sich um Monate verzögernden Bauarbeiten auf der B266 befürchtet worden war, zu vermeiden.

Von einem „Facelifting“ kann bei der Baumaßnahme bisher nicht gesprochen werden, denn seit Mitte April waren die Arbeiter vor allem damit beschäftigt, das Pflaster zu verlegen. Die Fläche zwischen Glockenspiel und Caritas-Haus ist mittlerweile weitestgehend durchgehend geschlossen. Einige Löcher sind noch geblieben, an denen weitergebaut wird, wenn in drei Wochen die Arbeiter nach Schleiden zurückkehren.

„Von 13 großen Blumenkübeln haben wir erst einmal 10 aufgestellt“

„Die Öffnung für den Verkehr ist provisorisch“, betonte Bürgermeister Udo Meister. Bis zum Weiterbau wurde auch die Einbahnstraßen-Regelung wieder in Kraft gesetzt. Das passierte am Montagmorgen, als sich im Begegnungsverkehr in der einstreifigen Verkehrsführung schon die ersten sozialen Kontakte zwischen den Verkehrsteilnehmern ergaben. Doch dann wurden durch den Bauhof die „Einfahrt verboten“-Schilder an der Südseite wieder ausgeklappt.

Noch etwas kahl wirkt das Ambiente und erinnert an einen modisch pflegeleichten Stein-Vorgarten. Das soll aber so nicht bleiben, sagte Meister. „Von 13 großen Blumenkübeln haben wir erst einmal 10 aufgestellt“, zählte er auf. Außerdem sei noch die Anpflanzung von acht Bäumen geplant.

Einige Restarbeiten sind noch zu erledigen. Zudem sind aufwendige Einbauten wie die Bodenleuchten noch anzubringen.

Bisher seien die Bauarbeiten im Zeitplan, teilte Andreas Glodowski mit, im Rathaus für die Stadtentwicklung zuständig. Wenn die Bauarbeiter aus ihren Ferien zurückkommen, solle als erstes das noch fehlende Stück bis zum Kreisverkehr fertiggestellt werden.

Anschließend folge am Südende der Innenstadt die Fläche in Richtung Kriegerdenkmal bis zur Straße.

Einbauten seien teilweise noch sehr aufwendig

Fertig angelegt ist auch das Betonfundament der Wasserspiele. „Das wird von einer Fachfirma gebaut, die Anfang September kommen wird“, so Glodowski. Endlich eingetroffen seien auch die neuen Laternen, die allerdings etwas weiter zurückgesetzt eingebaut werden sollen. Zuletzt werde noch die kleine Gasse am Sleidanus-Eck in Angriff genommen.

„Der Platz soll so schnell wie möglich fertig erlebbar sein“, forderte Glodowski. Das sei auch für die Geschäftsleute wichtig. Die weiteren Einbauten seien teilweise noch sehr aufwendig. „Für die Bodenleuchten beispielsweise müssen die Steine wieder herausgenommen und durchbohrt werden, damit die Lampen eingebaut werden können“, erklärte er. Auf die endgültige Bepflanzung muss ebenfalls noch bis Ende Oktober gewartet werden. „Vorher ist keine Pflanzsaison“, so Glodowski weiter.

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Dass der angestrebte Abschlusstermin der Bauarbeiten im November gehalten werden könne, ist sich der Leiter der Stadtentwicklung sicher. Auch werde nach aktuellem Stand der finanzielle Rahmen nicht gesprengt. „Bisher haben wir keine Mehrkosten produziert“, teilte er mit.

Der Vorschlag, mit den Arbeiten unmittelbar vor den Geschäften zu beginnen, wurde in einer Anliegerversammlung vonseiten der Gewerbetreiben an die Stadt herangetragen. Pro Tag tauschten die Bauarbeiter vor einem bis zwei Geschäften das Pflaster aus. Als Vorteil erwies es sich, dass die 1994 eingebaute Tragschicht nicht entfernt werden musste.

Überaus zufrieden mit der Arbeit zeigte sich nun der Schleidener Bäckermeister Klemens Friederichs, der sein Geschäft am Markt hat: „Die Bauarbeiter haben das toll gemacht, ich musste keinen Tag schließen.“ Deshalb habe er ihnen auch zur Feier des Urlaubsanfangs gerne einen Teller Teilchen spendiert.