Die Asiatische Hornisse verbreitet sich laut Stadtverwaltung exponentiell.
Asiatische HornisseLeverkusener Verwaltung lehnt Nesterbekämpfung ab

Eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) wird von einem Biologen mit einem Handschuh gehalten. Die Tiere breiten sich auch in Leverkusen aus.
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Dieses Problem wird in den kommenden Sommern nicht kleiner: Die Asiatische Hornisse breitet sich offenbar unaufhaltsam auch in Leverkusen aus. 30 Anfragen wegen solcher Nester seien 2025 in der Naturschutzbehörde der Stadt eingegangen, schreibt die Verwaltung. Unterscheidbar von der geschützten heimischen Hornisse ist sie durch ihren schwarzen Brustpanzer. 2014 trat sie in Deutschland erstmals auf.
Ein Antrag im Umweltausschuss zielte darauf ab, dass die Verwaltung die Nester der sich ausbreitenden und für die heimischen Insekten bedrohlichen Art bekämpfen soll. Das lehnt die Verwaltung zunächst ab, das sei nicht mehr zielführend, es müsse, wenn, flächendeckend geschehen. Die Asiatische Hornisse habe sich derart verbreitet, dass sie inzwischen als etablierte Art gelte, nicht mehr als invasiv, also sei die Bekämpfung eine freiwillige Sache, also nicht mehr finanzierbar.
Die großen und hungrigen Insekten gefährden heimische Arten, sie fressen auch Honigbienen. Sie verteidigen ihre Nester und können dann auch Menschen angreifen.
Leverkusen: Stadt entfernt die Hornissennester nicht selbst
Auf städtischen Flächen sei man zuletzt noch aktiv geworden, wenn dort ein Hornissennest gefunden wurde. Auf privaten Flächen seien die Grundstückseigentümer nun aber selbst zuständig, falls die Nester entfernt werden sollen – und zahlungspflichtig. Zwischen 300 und 700 Euro plus Mehrwertsteuer koste die Entfernung eines Nests, die Verwaltung selbst habe kein Personal mit Kenntnissen, wie man die Nester entfernt, die oft in Bäumen hängen.
Im Ausschuss wurde der Antrag nicht abgelehnt, wie es die Verwaltung wünscht. Bevor das geschieht, soll in Erfahrung gebracht werden, ob es nicht Geld vom Land für die Entfernung der Nester gibt.
Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz teilte mit, das Land NRW stelle für die Entfernung von Hornissennestern 150.000 Euro zur Verfügung.

