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Bayer-04-RasenUmweltamt prüft Entsorgung im Landschaftsschutzgebiet

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Beim Abkippen im Landschaftsschutzgebiet Kursiefen ist ein LKW umgekippt. Die Ladung: Ein Sand-Erde-Gemisch mit Rasenresten, eine Schicht, die vom Rasen in der Bay-Arena entnommen wurde.

Beim Abkippen im Landschaftsschutzgebiet Kursiefen ist ein LKW umgekippt. Die Ladung: Ein Sand-Erde-Gemisch mit Rasenresten, eine Schicht, die vom Rasen in der Bay-Arena entnommen wurde. Jetzt prüft das Umweltamt.

Der Landwirt, der Bayer-04-Rasenabfall auf seinem Feld verteilt hat, hat womöglich gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz verstoßen.

Das Umweltamt prüft die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens: Am Freitag hatte der Bergisch Gladbacher Landwirt Johannes Krämer abgefrästen Rasen aus der Bay-Arena auf einem seiner Grundstücke im Landschaftsschutzgebiet in Leverkusen-Kursiefen abkippen lassen. Der Abfall vom Bayer-Spielfeld sollte so entsorgt werden.

Der Lastwagen, der die Fracht in mehreren Fuhren anlieferte, war am Morgen jedoch umgekippt; der Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Dadurch wurden die Ämter aufmerksam: Polizei, Feuerwehr und später auch das Umweltamt machten sich ein Bild von der Lage in Kursiefen. Die Stadtverwaltung teilt auf Anfrage mit: Bodenaushub, wozu auch alte Rasensoden zählen, stellt zunächst Abfall im Sinne des Paragrafen 3 Kreislaufwirtschaftsgesetz dar.

Beim Abkippen im Landschaftsschutzgebiet Kursiefen ist ein LKW umgekippt. Die Ladung: Ein Sand-Erde-Gemisch mit Rasenresten, eine Schicht, die vom Rasen in der Bay-Arena entnommen wurde.

Geschredderter Bayer-04-Rasen, der in Kursiefen entsorgt wurde.

Eine Verwertung muss ordnungsgemäß im Einklang mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften und schadlos erfolgen. Hier sind insbesondere die naturschutzrechtlichen Belange zu prüfen.

Stadtverwaltung: Wir müssen vorab kontaktiert werden

Natur- und bodenschutzrechtlich ist im Landschaftsschutzgebiet grundsätzlich eine Verschlechterung des Untergrunds nicht zulässig. „Bei derlei geplanten Erdarbeiten in sensiblen Bereichen sollte daher in jedem Fall vorab der Fachbereich Umwelt kontaktiert werden, um zu klären, welche Beschränkungen bestehen“, schreibt die Verwaltung.

Die Rasenreste hatte Krämer auf einem seiner Grundstücke hinter der Ortschaft Leverkusen-Kursiefen ausbringen wollen. Der Lastwagen, der einem Leverkusener Unternehmer gehört, wurde noch am Freitag geborgen. Danach sollen keine weiteren Lieferungen mehr gekommen sein.

Ein großer Radlader schob die Haufen des abgekippten Sand-Rasen-Boden-Gemischs auseinander, um sie auf dem Feld zu verteilen. Später soll ein Traktor das Material mit einer Egge bearbeitet haben.