Wietsche MühleBrücke zwischen Leverkusen und Leichlingen soll bald erneuert werden

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Murbachbach-Flutschaden an der Wietscher Mühle in Leichlingen. Brücke wird von der Stadt Leverkusen erneuert . Foto: Ralf Krieger

Es gibt Flutschäden, die erst jetzt repariert werden. Die Brücke (rechts) an der Wietscher Mühle in Leichlingen gehört dazu.

Die von der Flut beschädigte Brücke an der „Wietsche Mühle“ im Murbachtal soll erneuert werden, die Zukunft des Waldrestaurants ist unsicher.

An der Leichlinger „Wietsche Mühle“ soll die kaputte Brücke ersetzt werden. Am 14. Juli jährt sich die Flut zum zweiten Mal und es gibt immer noch Brücken, die nicht repariert wurden. Zum Beispiel an dem schönen Waldbiergarten, wo der Murbach zwar die Brücke selbst nicht weggeschwemmt hatte, aber der Bach hatte sich mit der reißenden Strömung unterhalb der alten Mühle ein neues Bett gegraben und die Fundamente der alten Betonbrücke angegriffen.

Leverkusen: Der Lucasweg ist unterbrochen

Der Übergang ist seither gesperrt und der beliebte Wanderweg „Lucasweg“ ist an der Stelle unterbrochen. Es sieht dort noch immer wüst aus. Die Ufer sind ausgespült. Der Asphalt ist an einer Stelle eingebrochen. Die Anschüttungen unterhalb der Mühle aus den früheren Jahrzehnten bestehen aus Bauschutt, der seit der Flut freigelegt ist, ein Eisengitter und anderer Eisenschrott ragen aus dem abgebrochenen Steilufer: Man nahm es früher nicht besonders genau und kippte Schutt an, um die Ufer zu befestigen.

Mitten im Murbach verläuft die Stadtgrenze zwischen Leichlingen und Leverkusen, zuständig für die Brückenreparatur ist die Stadt Leverkusen. Der Bau soll in diesem Sommer in Angriff genommen werden. Eine Mitarbeiterin der TBL (Technische Betriebe Leverkusen) stellte die Pläne im Landschaftsbeirat vor, weil der Bau im Landschaftsschutzgebiet liegt. Demnach sollen vier Pfähle als Fundamente in die Ufer getrieben werden, auf die man eine Stahlbeton-Fertigbrücke ablegen will. Die soll so stabil sein, dass sie mehr als einen Trecker trägt.

In Landschaftsbeirat sitzen Umweltschützer, sie regten an, dass an der Brücke unbedingt Nistkästen für Wasseramseln am besten fest eingebaut werden sollen. An der Wupper gebe es die extrem seltenen Singvögel seit längerem, möglicherweise könne man sie so am Murbach ansiedeln. Die Wasseramsel sei der einzige heimische Singvogel, der unter Wasser jage, sagte der Vorsitzende Martin Denecke. Zudem gibt es dort ganz selten vorkommende Mispelbäume, eine alte und weithin vergessene Obstsorte.

Der unterbrochene Lucasweg verbindet die Wietsche im Murbachtal mit Neuenkamp in Bergisch Neukirchen auf dem Bergrücken.

Das legendäre Wander- und Waldrestaurant „Wietsche Mühle“ ist zurzeit nicht geöffnet. Die Besitzerin des vielleicht romantischsten Biergartens des Bergischen Landes sagte, dass Corona und die Flut der Wirtschaft geschadet habe, dass eine Eröffnung im Moment unklar sei.

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