Die bundesweite Aktion von Nabu und BUND findet zum 16. Mal statt. Über die Website und App können Bürgerinnen und Bürger ihre Meldungen einpflegen.
„Stunde der Wintervögel“Naturschutzverbände bitten Leverkusener um Mithilfe

In Leverkusen wurden im Vorjahr unter anderem weniger Grünfinken entdeckt.
Copyright: Nabu Leverkusen
Die „Stunde der Wintervögel“ im vergangenen Jahr gab den Naturschutzverbänden Nabu und BUND einige Aufschlüsse über die Situation rund um die Vögel in Leverkusen. Etwa wurde laut den Naturschützern ein Abwärtstrend bei den Feldsperlingen, Grünfinken und Heckenbraunellen sowie den Blau-, Kohl- und Schwanzmeisen festgestellt.
Auch 2026 findet wieder eine bundesweite Vogelzählung statt, vom 9. Januar bis zum 11. Januar gibt es zum insgesamt 16. Mal die „Stunde der Wintervögel“.
Bundesweit mehr als 122.000 Teilnehmende im Vorjahr
Im Vorjahr nahmen insgesamt mehr als 122.000 Personen an der Zählung teil, rund 15.000 von ihnen kamen aus Nordrhein-Westfalen. Im Bundesvergleich zu den vorangegangenen Jahren seien „deutlich weniger Amseln gesichtet“ worden, die Entwicklung habe es in Leverkusen wiederum nicht gegeben – da sei die Anzahl an gesichteten Amseln, ebenso wie beim Haussperling, unverändert gewesen.
Nabu und BUND sehen auch eine aus ihrer Sicht besorgniserregende Entwicklung: „Vögel in Leverkusen haben es schwer und deshalb unsere Unterstützung noch dringender nötig als zuvor. Seit Beginn der Mitmachaktion hat sich bei vielen Arten ihre Anzahl immer weiter verringert.“
Für die Teilnahme an der Zählung benötigt es keine Vogel-Expertise, alle Bürgerinnen und Bürger können mitmachen. Der Plan: „Eine Stunde lang sollen in der Stadt an einem der drei Tage zu einem beliebigen Zeitpunkt Vögel gezählt werden. Und zwar ist jeweils die maximale Anzahl jeder Vogelart zu einem Zeitpunkt innerhalb dieser Stunde zu notieren – so vermeidet man Doppelzählungen.“
Die Naturschutzverbände hoffen auf eine rege Teilnahme, da mit einer hohen Anzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Ergebnisse „wertvoller“ seien. Für Nabu und BUND geht es darum, Entwicklungen in den einzelnen Städten und Regionen zu dokumentieren – und etwa zu schauen, wie sich die Auswirkungen des Klimawandels bemerkbar machen.
Informationen rund um die „Stunde der Wintervögel“ gibt es auf der Website – dort können auch die Meldungen der Sichtungen dokumentiert werden. Dies ist bis zum 19. Januar möglich – darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, das über die Nabu-App „Vogelwelt“ vorzunehmen. Hingegen ist es nicht möglich, die Meldung auf anderen Wegen, etwa telefonisch oder postalisch, vorzunehmen. (dth)

