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1800 ZugteilnehmerEngelskirchener trugen beim Rosenmontagszug den Sonnenschein im Herzen

4 min
Zwei Kostümierte bei einem Karnevalszug.

Die Jecken in Engelskirchen lächelten das schlechte Wetter einfach weg.

In 46 Gruppen und auf 30 Wagen sorgten die 1800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen farbenprächtigen Zoch in Engelskirchen.

Nicht nur Zugleiter Andreas Trenkmann schickt einen Blick gen Himmel und hofft, dass die Jecken den Zoch mit 46 Gruppen, 30 Wagen und rund 1800 Teilnehmern trocken genießen können. Die haben sich für alle Wetter gewappnet. Vom Regenschirm, der sich zum Kamellefangen nutzen lässt, bis zu Regenjacken und Caps oder Sonnenschirmen und Pavillons im Vorgarten reichen die Maßnahmen.

Bei 3 Grad hilft nur Tanzen und Schunkeln, um sich warm zu halten, bis der Zoch kütt. Der startet mit Verspätung, aber musikalisch, denn hinter dem Zugleiter kommt der Musikverein Loope. Die Karnevalsfründe sind op Safari. Sie müssen sich beeilen, denn mit Kochlöffeln bewaffnet sind die Köche des Lebensbaums direkt hinter ihnen.

Zwei kostümierte Frauen halten Regenschirme über sich.

Die Jecken hatten sich mit Regenschirmen gewappnet.

Eine Gruppe Kostümierter bei einem Karnevalszug.

Gut behütet war diese Gruppe im Engelskirchener Zug.

Eine Gruppe bunt Kostümierter bei einem Karnevalszug.

Bunte Kostüme waren der perfekte Kontrast zum grauen Wetter.

Noch etwas angeschlagen wirken die Lenkelen Piraten und die Maler der Landjugend Engelskirchen, sie waren am Sonntag schon im Lindlarer Zoch dabei und haben anschließend gefeiert.

Mächtig Dampf machen die Märjelinger Jungs auf ihrem Feuerwehrwagen. Angesichts des einsetzenden Regens besteht keine Gefahr, dass ein Feuer ausbricht, auch wenn Kinderelferrat und Kinderschmölzchen, darunter auch Landrat Klaus Grootens, und die Piraten der Wilden 13, den Jecken ordentlich einheizen. Die 70er Jahre stehen im Fokus des Looper Jecken-Express, der als Disko unterwegs ist. Noch ein Stück weiter in die Vergangenheit gehen Rommersberg un Fründe mit Zylinder und Ringel-T-Shirt. „Vintage aber nicht verstaubt, wir ham an der Uhr jeschraubt“, ist ihr Motto.

Für ein märchenhaftes Vergnügen sorgt das Team Hahn, das mit großem Aufwand den Festwagen in ein Schloss aus 1001 Nacht verwandelt hat. Experimentierfreudig geben sich die Horjasser Jecke, die in ihrem Labor der guten Laune Bier brauen. „De Schnellenbicker“ als Bauarbeiter thematisieren auf ihrem liebevoll gestalteten Anhänger den Glasfaserausbau. Als Jäger und Rehe kostümiert haben sich die Hopfenjäger, ihnen folgen der Hühnerstall der Kunterbunten und die Bienen der Funkentöter. Die Mexikaner der KG Große Albersthaler haben Tom und Jerry als Großfiguren dabei.

Zwei Kostümierte.

Zum Hingucker wurden diese beiden Jecken mit ihren besonders aufwendigen und selbsgemachten Kostümen.

Eine Gruppe Kostümierter bei einem Karnevalszug.

Auch Ründerother gingen im Rosenmontagszug in Engelskirchen mit.

Mit Kamelle auf Safari sind die „Jecken Lürper“, der Pflegedienst Mandy Garz setzt auf Seniorenpower und Gehhilfen, der Arbeitsausschuss packt an und die Steeger Hütte zieht mit Lamas ins Aztekenreich. Aufwendig kostümiert als Venezia op Kölsch sind die Jecken vom Männerballett un Fründe. Auf ihrem Wagen schunkeln die Domtürme vor dem Dogenpalast. Einen wilden Ritt legen die Cowboys des Karnevals-Komitees Leppestraße auf den nassen Asphalt. Bürgermeister Lukas Miebach, der mit Familie an der Leppestraße steht, gefällt es.

Die Gärtner vom VfL Ballett sind überzeugt, dass sie die schönsten Sonnenblumen haben. Ihr zehnjähriges Bestehen feiern „Di Oranjes-Fidel Kiesköpp“, und der Hofstaat 93/99 zeigt, dass auch Schotten Karneval feiern können. Mit den Waldelfen der „Miks“ und den Ründerother Chaoten zieht der närrische Lindwurm weiter. „Komme was wolle“, lautet das Motto der „Jecke Lück op Jück“. Der Elferrat der KG Närrische Oberberger, die den Zoch organisieren, lässt Kamelle regnen. Besonders einfallsreich sind die Kostüme der Spätzünder von 1985. Sie haben sich als Cocktailgläser verkleidet. Die Clowns der Gruppe „Einfach jeck sick anno pief“ sind bunte Farbtupfer vor dem Alcatraz-Wagen von „Wann Orsen“.

Größte Gruppe im Zug mit fast 80 Teilnehmern sind die Froschkönige der „Looper und Fründe“. Quietschbunt mit Zauberwürfeln auf dem Kopfe verbreiten die „Jecke Fründe“ gute Laune. Mit dabei ist Kreisdechant Christoph Bersch. Prunkvoll wird es mit der Schlossgarde Engelskirchen, süß als Kamelle kommen die Mädels vom Lande daher. Die „Chaotischen Rudeltiere“ tanzen, etwas aufgeweicht, aus der Reihe, während die Römer von Feckelsberg und Blumenau ein großes Katapult auf ihrem Wagen haben, damit könnten sie „Juks und TKRW“, die im Gefängnis sitzen, beim Ausbruch helfen.

Ein Prinzenpaar auf einem Karnevalswagen.

Das Engelskirchener Prinzenpaar Prinz Marin I. und Prinzessin Jolina genossen das Bad in der jecken Menge.

Für eine Ausbruch von Freude und guter Laune sorgt das Prinzenpaar Marin und Jolina. Mit Schirm und Capes trotzen sie dem Wetter, dazu haben sie den Sonnenschein und ansteckende Freude im Herzen. Der Prunkwagen bebt, so feiert das ganze Schmölzchen den krönenden Abschluss der Session.