Der ehemalige Pflegedienstinhaber und Grünen-Politiker verunglückte bereits am Mittwoch und konnte erst am Freitag geborgen werden.
Beim GleitschirmfliegenEngelskirchener Uwe Söhnchen tödlich verunglückt

Der Engelskirchener Uwe Söhnchen war lange bei den oberbergischen Grünen aktiv und Gründer von Pflegeeinrichtungen.
Copyright: Foto: Gies (Archivfoto)
Der Engelskirchener Politiker und Altenpfleger Uwe Söhnchen ist tot. Nach Informationen dieser Zeitung kam er bereits am Mittwoch bei einem Unfall auf der kanarischen Insel Teneriffa unter dramatischen Umständen ums Leben. Er soll während eines Gleitschirmflugs aus zurzeit noch ungeklärter Ursache plötzlich an Höhe verloren und ins Meer gestürzt sein. Söhnchen wurde 67 Jahre alt.
Sturm erschwerte die Suchaktion
Medien berichteten, dass Söhnchen, der als erfahrener Gleitschirmpilot galt, zusammen mit anderen Touristen mit dem Gleitschirm vom Berg Izaña gestartet war und über der Stadt Puerto de la Cruz an der Nordküste der Insel in Not geriet und abstürzte. Erst am Freitagmorgen wurde sein Leichnam in der Nähe des Leuchtturms bei Puerto de la Cruz entdeckt und geborgen.
Seit Mittwoch hatten Ortspolizei, Nationalpolizei, Guardia Civil und die kanarische Notfallgruppe GES mit Hubschraubern und Rettungsbooten nach dem Vermissten gesucht, berichtet die deutschsprachige kanarische Zeitung „Wochenblatt“. Zunächst war nur der Gleitschirm entdeckt worden. Starker Wind und heftige Brandung hatten den Einsatz der Suchkräfte erschwert.
Immer das Wohl der Menschen im Blick
Söhnchen, gebürtiger Weiershagener, lebte zuletzt in Engelskirchen-Oberhollenberg. Er erlangte Bekanntschaft als Gründer und langjähriger Leiter der „Alternativen Tagespflege Uwe Söhnchen“ und der „Alternativen Hauskrankenpflege Uwe Söhnchen“, aber auch als Politiker. So gehörte er 15 Jahre lang der Kreistagsfraktion der Grünen an, für die er zudem bei den Landtagswahlen 2017 und 2022 im Wahlkreis Oberberg I als Direktkandidat kanditiert hatte. Beruflich und politisch lag sein Fokus stets darauf, Menschen zu helfen, schrieb diese Zeitung in einem Portrait über Söhnchen. Er hinterlässt zwei Kinder.
