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NeubaugebietNeue Wohnideen sind in Gummersbach-Strombach noch willkommen

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30.01.2026
Strombach
Visualisierung Neubaugebiet.

30.01.2026 Strombach Visualisierung Neubaugebiet.

Gummersbacher Entwicklungsgesellschaft hat Neubaugebiet in Strombach noch einmal überplant.

 Die neue Sporthalle im Gummersbacher Stadtteil Strombach nimmt bereits Konturen an. Sie wird, wie berichtet, nach der jüdischen und von den Nazis verfolgten Sportlerin Lilli Henoch benannt. Auch die Erschließungsarbeiten für das geplante Wohngebiet sind weitgehend abgeschlossen, so dass es nun an die Vermarktung der Grundstücke gehen kann. Die ursprünglichen Planungen wurden allerdings noch einmal überdacht, nachdem sich für den Geschosswohnungsbau keine Investoren bzw. Bauherren gefunden hatten, wie Frédéric Ripperger, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Gummersbach (EGG), im Gespräch mit dieser Zeitung vergangene Woche berichtet.

EGG-Geschäftsführer Fédéric Ripperger  stellte die neuen Pläne für das Baugebiet in Strombach vor.

„Wir hatten keine verwertbaren Angebote“, sagt Ripperger. Gründe seien unter anderem, dass die Unternehmer, die für den geplanten Geschosswohnungsbau in Betracht gekommen wären, die oberbergische Topographie schwer kalkulieren könnten und schwer abschätzen könnten, was die zu erzielenden Erlöse für sie seien. „Und man hat auch ganz klar gespürt, dass es im Baubereich nach wie vor eine allgemeine Zurückhaltung gibt“, wie der Geschäftsführer erläutert. Und wenn das Mietniveau bei 16-18 Euro pro Quadratmeter liegt, um als Investor auf eine schwarze Null zu kommen, traut sich da niemand mehr dran. Der neu Plan sieht den Bau von zehn Einfamilienhäusern, sechs so genannte Stadtvillen im Bauhausstil in Form von Doppelhaushälften und sechs weitere Doppelhaushälften mit Satteldach vor.

Das überplante Neubaugebiet hat im Gegensatz zu den alten Plänen weniger Geschosswohnungsbau und weniger Reihenhäuser. Zudem sollen auch Einfamilienhäuser (Foto) gebaut werden können.

Im Zentrum des Quartiers hält die Entwicklungsgesellschaft weiter fest an ihrer Idee, Geschosswohnungsbau umzusetzen. Gerne auch mit besonderen Konzepten, wie Ripperger erläutert. Denkbar seine Formate eines Mehrgenerationenhauses oder auch Seniorenwohngemeinschaften. Die EGG sei, was das angeht, für Vorschläge offen, erläutert deren Geschäftsführer. Von diesem „innovativen Wohnen“ verspricht er sich auch einen Impuls für das gesamte Quartier. Mit Blick auf die neue Sporthalle, die auch für die Bevölkerung mit ihrem Foyer offen stehen soll, kann sich Ripperger für später auch die Gründung eines Nachbarschaftsvereins gut vorstellen. „Uns geht es nicht nur darum, neuen Wohnraum zu schaffen, uns geht es auch um das Miteinander der Menschen, die in Strombach künftig wohnen und leben werden“, sagt der Geschäftsführer. Die Umplanung des Neubaugebiets schlägt sich auch in den Zahlen der Wohneinheiten nieder.

Aus 58 wurden 38. „Wir konnten aber nicht am Markt vorbeiplanen“, sagt der Architekt. Man habe sich an die Marktgegebenheiten anpassen müssen. Als städtische Tochter habe die Entwicklungsgesellschaft schließlich auch die Aufgabe, die Grundstücke in Strombach, auf denen einst die Hauptschule gestanden habe, zeitnah dem Markt zuzuführen. Die Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sind im Schnitt 400 Quadratmeter groß. Wenn das neue Konzept durch den Aufsichtsrats der Entwicklungsgesellschaft gegangen und positiv beschieden worden sei, werde man vermutlich nach Ostern in die Vermarktung der Flächen gehen können.