Eine klare Formen- und Farbensprache, großes Flexibilität und viele Ideen kennzeichnen den Neubau der Firma Lang.
Raum für modernes Arbeiten Neubau der Firma Lang fast fertig

Das neue Gebäude der Firma Lang AG an der Schlosserstraße.
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Fast fertig ist der Neubau der Firma Lang AG an der Schlosserstraße. Firmenchef Tobias Lang rechnet damit, dass im März die Arbeiten abgeschlossen sind. Schon jetzt wird im Erdgeschoss, wo sich die Logistik befindet, und auf der dritten Etage gearbeitet. Ein fließender Übergang war Lang wichtig und eine möglichst große Flexibilität bei der Gestaltung der jeweiligen Stockwerke.
Sichtbeton und Holz dominieren die hohen Räume. Alles wirkt großzügig. Das neue Gebäude solle eine klare Formen- und Farbensprache haben. Die Fassade wurde mit Kuben durchbrochen, was sie aufgelockerter wirken lässt.
Intensiv geplant und Mitarbeiter einbezogen
Ursprünglich war das anders geplant. Ohnehin habe man sehr viel Zeit und Aufwand in die Planungen gesteckt, Varianten besprochen und manches auch wieder verworfen. So wie die ursprüngliche Fassadengestaltung. Die jetzige Lösung sei attraktiv und von einem Mitarbeiter vorgeschlagen worden, der Erfahrung als Architekt hat. „Ich wollte eigentlich eine andere Lösung, aber die Idee hat mich einfach überzeugt“, sagt Lang. Für ihn war es wichtig, die Mitarbeiter mit einzubeziehen, sie sollen sich an ihrem neuen Arbeitsplatz wohlfühlen, sich damit identifizieren.
Die neuen Räume sollen die Kreativität und die Kommunikation fördern, aber auch Rückzugsmöglichkeiten bieten. Dazu zählt auch die alte gelbe Telefonzelle, die neben einem attraktiv mit viel Grün gestalteten Raumteiler steht. Ins Auge fällt auch eine große ausrangierte Kabeltrommel, auf der große Bildschirme stehen und die jetzt als Steharbeitsplatz fungiert. Verschiedene Sitzgelegenheiten finden sich ebenso wie Schreibtischarbeitsplätze.
Der Chef hat kein Büro und keinen eigenen Arbeitsplatz
Der Chef selber hat schon länger kein eigenes Büro mehr, auch keinen eigenen Schreibtisch und auch den Computer hat er nicht ständig in Reichweite. Er geht durch die Abteilungen, ist Ansprechpartner für alle Mitarbeiter. Ein Lieblingsplatz von Tobias Lang ist eine Fensterbank mit Panoramablick über den Holzer Kopf hinaus Richtung Siebengebirge. Hölzerne Podeste, auf denen man ebenfalls sitzen kann, führen zu den breiten Fensterbänken.
Die klare Formensprache setzt sich auch im Treppenhaus fort, das freischwebend montiert und in Anthrazit gehalten ist. Ein ganz besonderes Raum- und Lichterlebnis bietet das Foyer mit einer Höhe von drei Stockwerken und einem Glasdach. Einige Pflanzen stehen bereits. Es vermittelt eine Innenhof-Atmosphäre. LED-Streifen, deren Farbtöne frei gewählt werden können, sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung.
8000 Quadratmeter Nutzfläche auf fünf Etagen
Fünf Etagen mit 8000 Quadratmetern Nutzfläche bietet das neue Gebäude, das im Erdgeschoss mit den bestehenden Gebäuden verbunden ist. Wichtig war dem Firmenchef, dass beim Bau und der Innenausstattung regionale Firmen zum Zuge kamen. Das gilt auch für die großen, eigens angefertigten Konferenztische, die auf Untergestelle montiert wurden, die sonst als Schutz der Projektoren dienen. Der Bezug zu den Produkten, die das Unternehmen verleiht und verkauft, wird damit hergestellt. Ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, ist Tobias Lang wichtig. Dazu zählt für ihn, den Mitarbeitern ein möglichst gutes Umfeld mit optimalen Arbeitsmöglichkeiten zu bieten. Dazu zählt der eigene Kindergarten ebenso wie flexible Arbeitszeiten und eben die Arbeitsräume im Neubau.

Zu den kreativ gestalteten Arbeitsplätzen zählt auch diese Kabeltrommel.
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Feste Arbeitsplätze gibt es nicht, nach Feierabend sind die Schreibtische clean. Es gibt Schließfächer, in denen die Arbeitsmaterialien sicher verstaut werden können. Moderne Küchenbereiche auf jeder Etage und ein großer Fitnessbereich mit modernen Geräten – auch das ist Tobias Lang wichtig. Mit den Rädern kann man auch Rennen gegeneinander fahren, sagt der begeisterte Radfahrer, der oft mit dem Fahrrad in die Firma kommt und noch viele Idee hat. Als Tüpfelchen auf dem i soll im Frühjahr, wenn das Wetter es zulässt, die Dachterrasse mit Grill fertiggestellt werden. Von dort oben hat man einen Rundum-Blick ins Bergische Land.
Und Lang hat noch viele Ideen, so möchte er Start-ups einen Raum bieten. Dazu muss allerdings erst die Erweiterung des Gewerbegebietes in trockenen Tüchern sein.

