„Tanz für Junggebliebene“ hieß es Karneval mit dem Kneippverein in Nümbrecht.
Karneval im EngelsstiftSenioren tanzen mit dem Kneippverein Nümbrecht

Auf Einladung des Kneippvereins wird im Nümbrechter Engelsstift regelmäßig getanzt.
Copyright: Michael Kupper
„Piep, Piep, Piep – der Heinz, der hat Euch alle lieb!“ So begrüßt Heinz Pistorius vom Kneippverein launig knapp 30 betagtere Mitglieder zum „Tanz für Junggebliebe“. Diesmal ist es aber eher eine kleine Karnevalsparty, die da in die Cafeteria des Nümbrechter Engelsstifts startet. Und dort wird eben viel gesungen, gelacht, aber eben auch getanzt.
Einmal im Monat Kuchen mit Musik
Einmal im Monat, immer donnerstags, gibt es dort zu Kaffee und Kuchen auch eine tüchtige Portion Musik. Und dann ist Pistorius, inzwischen 82 Jahre jung und kein bisschen leise, „DJ Heinz“: Er sorgt für die Musik, macht Stimmung, fordert auf und tanzt selbst mit. Weit mehr als 20 Jahre schon gibt es dieses Tanzcafé, einst haben es der Kneippverein und die Nümbrechter Senioreninsel gemeinsam ausgerichtet.
„Ein dreifach Hoch der Narretei“, beginnt der frühere Büttenredner Pistorius einen Sketch mit seiner Ehefrau Doris, in dem er erklärt, dass jede Büttenrede mit einem Prolog eingeleitet werden müsse.
Ulkiger Dialog
Dazu kommt es jedoch nicht, denn seine Frau – als Reinigungskraft im Clownskostüm – verwickelt ihn in einen ulkigen Dialog, der ihn so sehr irritiert, dass der Redner am Ende seine Einleitung vergessen hat und schließlich von ihr mit dem Mob von der Bühne gewischt wird – Fazit: „Wer öfters lacht, hat mehr vom Leben“. Ein älterer Gast ist begeistert: „Das ist toll hier – ich sitze sonst viel zu oft allein zu Haus.“ Nach Kaffee und Kuchen sorgt Detlef Becher für gute Laune mit mimisch und gestisch gut gespielten Witzen.
Witziger Dialog
Zum Schluss seines Vortrags hat er noch einen mit Fritzchen: „Mama, gibt es Frösche mit Brillen? – Nein, natürlich nicht. – Jaaa, dann liegt die Oma im Teich.“ Gemeinsam mit Eva Ferrari legt Becher danach dem Ehepaar Pistorius einen witzigen Dialog in den Mund. So will Doris vor dem Einschlafen wissen, was sie denn morgen kochen solle, während Heinz zu müde ist, um zu überlegen. Nachdem alle herzhaft gelacht und applaudiert haben, verrät Doris schmunzelnd: „So ein Gespräch hatten wir zum Glück noch nie im Bett.“
Reise in die 1960er
Nach den karnevalistischen Einlagen aber geht die Reise zurück in die Sechziger, es wird noch ausgiebig getanzt – Motto: „Als Mama noch ein Teenie und Papa ein Rocker war“. Michael Kupper
