Das Fazit zur diesjährigen Sternsingeraktion in Oberberg fällt kreisweit positiv aus. Am Wochenende sind noch Gruppen unterwegs.
Positives FazitSternsinger trotzten in Oberberg dem Winterwetter

Zahlreiche Kinder und Erwachsene brachten auch in Oberberg den Segen und sammelten Spenden.
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„Die Aktion ist in diesem Jahr wirklich sehr gut gelaufen“, berichtet Kaplan Thomas Backsmann und freut sich, dass sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Sternsingerinnen und Sternsinger in den oberbergischen Kirchengemeinden auf den Weg gemacht haben, um den Menschen an deren Haustüren den Segen zu bringen und gleichzeitig Spenden für Kinder zu sammeln, denen es nicht so gut geht.
In diesem Jahr unterstützt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ Kinder in Bangladesch, positioniert sich gegen Kinderarbeit und macht sich dafür stark, dass die Kinder dort eine Schule besuchen können. Dafür haben sich auch viele Oberbergerinnen und Oberberg eingesetzt.
Sternsingeraktion in Oberberg: Teilweise wieder mehr Zuspruch
Backsmann betreut in diesem Jahr die Sternsingeraktion im katholischen Seelsorgebereich Oberberg-Mitte. „Es gibt nach wie vor viele Kinder, die sich an der Aktion beteiligen, und in einigen Gemeinden waren es in diesem Jahr sogar wieder mehr als zuletzt“, berichtet er. So hatte in Engelskirchen im vergangenen Jahr keine Aktion an den Haustüren stattfinden können, da sich zu wenige Teilnehmer gefunden hatten. Anders sah es in diesem Jahr aus, in dem wieder Sternsingergruppen durch die Straßen zogen.
Auch Thomas Backsmann begleitete die Kinder und Erwachsenen in Engelskirchen und erzählt: „Die Menschen freuen sich, wenn die Sternsinger an der Türe klingeln.“ In einigen Gemeinden konnten sie sich in Listen eintragen, wenn sie den Besuch der Sternsinger wünschten. Für andere war es eine Überraschung. „Die meisten sind der Aktion gegenüber sehr aufgeschlossen und möchten auch den Segensspruch über ihrer Haustüre haben“, so Backsmann weiter. Und wer mit dem Segen dann doch etwas hadert oder keinen Bezug zum christlichen Glauben hat, der sei dennoch bereit, für die gute Sache zu spenden, und freue sich allemal über den Besuch der Kinder. In den seltensten Fällen werde die Tür nicht aufgemacht.
Schnee, Glätte und vor allem die Kälte forderten die Sternsinger heraus
Diesmal war nicht nur die Masse der vielen Wohnstraßen eine Herausforderung. Auch das Wetter machte es den Kindern und Betreuern nicht leicht. Von Regen über Schnee bis hin zu Glatteis war alles dabei. „Die Kinder haben dadurch aber nicht ihre Motivation verloren“, lobt Backsmann, sagt aber auch: „Natürlich gab es auch Grenzen und es waren mehr Pausen zum Aufwärmen nötig.“ Im Seelsorgebereich Oberberg-Süd, wo zwischen dem 27. Dezember und 9. Januar in zehn Kirchdörfern insgesamt rund 350 Sternsinger unterwegs waren, musste wegen des Wetters der traditionelle Abschluss-Kinonachmittag im Waldbröler Pfarrsaal abgesagt werden. Der soll aber noch nachgeholt werden, versichert Kaplan Markus Brandt.
In Bergneustadt-Hackenberg, wo dieses Jahr 45 Sternsinger am Start sein werden, wurde der geplante Aktionstag um eine Woche auf den heutigen Samstag verschoben. Die Kinder machen sich morgens auf den Weg. Und auch in anderen Gebieten sind noch einige wenige Sternsinger-Gruppen unterwegs.
Sternsinger: Gesamtergebnis der Spenden in Oberberg steht noch aus
Die meisten haben ihre Touren jedoch schon beendet. In St. Anna in Belmicke sammelten 25 Kinder beispielsweise 2776 Euro. Mehrere Tage waren erneut die Sternsinger in St. Jakobus Ründeroth im Einsatz und zählten Spenden in Höhe von mehr als 13.000 Euro. „Da kommt wohl keine andere Gemeinde ran“, zeigt sich Backsmann beeindruckt.
Ein Gesamt-Spendenergebnis für den gesamten Oberbergischen Kreis zu nennen, ist nur schwer möglich. Zum einen, weil noch nicht alle Aktionen beendet sind, zum anderen aber auch wegen der verschiedenen Seelsorgebereiche und weil viele Kirchengemeinden ihre Aktionen dezentral planen und durchführen.
Und auch deshalb, weil in den nächsten Wochen noch viele Spenden zusammenkommen werden – beispielsweise von all denen, die den Besuch der Sternsinger verpasst haben und ihre Spende noch überweisen oder in eine der Dosen werfen, die aktuell in vielen Kirchen während der Gottesdienste aufgestellt werden. Im Südkreis haben die Sternsinger zudem Dosen bei Händlern, in Apotheken und Bäckereien platziert, berichtet Kaplan Brandt.
In vielen Kirchengemeinden finden Dankmessen für die Sternsinger statt, so wie am Sonntag um 11 Uhr in der katholischen Kirche St. Franziskus in Gummersbach.

