Fürs Aufstellen von Wohnmodulen an der Jugendherberge fehlen Unterlagen.
Möglicher AufnahmestoppIn Kürten wird der Platz für Geflüchtete knapp

2007 wurde die Kürtener Jugendherberge abgebrochen. Nun sollen auf der freien Fläche Wohnmodule zur Unterbringung von Geflüchteten aufgestellt werden.
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Weil kaum noch Wohnraum für Geflüchtete frei ist, erwägt die Gemeinde Kürten, das Land um einen vorübergehenden Aufnahmestopp zu bitten. Das berichtet Amtsleiterin Monika Chimtschenko. Wie auch in Odenthal oder Rösrath wollen die Kürtener Verantwortlichen unbedingt vermeiden, Turnhallen für die Unterbringung der Menschen nutzen zu müssen. Einzige Alternative wäre die Bitte um einen Aufnahmestopp.
Entwicklung in Kürten abwarten
Die Entwicklung in den kommenden Wochen werde zeigen, ob die Kommune tatsächlich zu diesem Instrument werde greifen müssen. Abgestimmt mit Kreis Gehofft wird in der Verwaltung auf den neuen Standort auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge in Kürten.
Leider habe der Bauantrag noch nicht beim Kreis gestellt werden können, berichtet Bürgermeister Willi Heider (parteilos). Es fehlten noch Planunterlagen, die ein Architekt des beauftragten Herstellers von Wohnmodulen einreichen müsse. Woran es hake, könne er auch nicht sagen, so Heider.
Kürten stimmt sich mit Kreis ab
In der Kürtener Verwaltung seien alle Formalien abgestimmt mit der zuständigen Kreisverwaltung, der Genehmigung des Antrags stehe ansonsten nichts mehr im Wege. Weil auch die Bauelemente größtenteils schon gefertigt seien, erwartet der Bürgermeister nach Eingang der Planunterlagen eine zügige Genehmigung und Aufstellung der Module. Mit 60 Personen wird der Standort Jugendherberge der größte seiner Art in der Gemeinde. Der Rat hatte in großer Geschlossenheit zugestimmt, bei einem Nein des AfD-Vertreters.
Ein erster Vertag mit einem anderen Hersteller hatte die Gemeinde wegen fehlender Sicherheiten gelöst.

