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Georg Schmitz in OdenthalEx-Politiker griff in die SPD-Kasse

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Georg Schmitz

Odenthal – Als Georg Schmitz Anfang April mit sofortiger Wirkung als stellvertretender Bürgermeister für die SPD zurücktrat, wunderten sich viele. Schließlich standen bereits Ende Mai die Kommunalwahlen an. Nun kommt heraus: Schmitz hat als Kassierer im Ortsverein Geld in die eigene Tasche gesteckt. „Es stimmt. Ich war nicht ich selbst, weiß nicht, was mich damals geritten hat“, so Schmitz im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Mein Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen.“ Er wickelte im Frühjahr sein Geschäft ab: „Dadurch bedingt habe ich in die Kasse gegriffen.“

Mittlerweile habe er den Fehlbetrag ausgeglichen. Dafür löste er Versicherungspolicen auf. Die Rede ist von 8000 Euro. Das bestätigt der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Oliver Deiters: „Die Summe bewegt sich in dieser Dimension.“ Gemeinsam mit der Kreis-, Landes- und Bundes-SPD arbeiteten die Odenthaler Sozialdemokraten an einer Lösung, die für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. „Wir warten noch auf das Ergebnis der Abschlussprüfung aus Berlin“, sagt Deiters. Das soll in diesen Tagen eintreffen.

Auf eine Strafanzeige verzichtete der ehemalige Vorsitzende bewusst. Er kenne Schmitz seit mehr als 13 Jahren als integren Menschen. Beim Blick auf den aktuellen Stand des Vereinskontos und -sparbuchs für den Revisionsbericht stellte er den Fehlbetrag fest und kontaktierte Schmitz. „Erst kurz vor einem Termin bei der Bank hat er sich offenbart.“ Schmitz brach unter dem Druck zusammen und unterzeichnete laut Deiters ein Schuldeingeständnis. Schmitz hat eine Anstellung gefunden. Mit dem Ende seiner Laufbahn in der SPD hat er sich noch nicht abgefunden: „Ich war gerne stellvertretender Bürgermeister, die politische Arbeit fehlt mir.“