InformationsabendDie ersten Geflüchteten aus der Ukraine sind in Odenthal angekommen

Wie hier in Köln vor wenigen Tagen, sind nun auch Flüchtlinge in Odenthal angekommen.
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Odenthal – Die ersten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind in der Gemeinde Odenthal eingetroffen. „Offiziell sind bis Montag neun Menschen angereist“, so die Integrationsbeauftragte Claudia Kruse. Tatsächlich seien es etliche mehr, weil viele Ukrainer wegen des vereinfachten Aufnahmeverfahrens bei Freunden oder Verwandten unterkämen und sich nicht im Rathaus meldeten.
Dennoch riet Claudia Kruse dringend dazu, den Kontakt mit der Gemeinde aufzunehmen, eine Ausweiskopie und die derzeitige Adresse zu schicken. Denn einige Ankömmlinge seien nach den Strapazen krank. „Bisher haben diese Menschen aber keinen Zugang zur Krankenversicherung“ warnte Kruse. Dafür müssten sie gemeldet sein.
Hilfstransport startet am Montag
Derweil nehmen die Hilfsprojekte in Odenthal Fahrt auf. Ein Netzwerk aus Verwaltung, Kirchen, Hilfsorganisationen, Vereinen und Freiwilligen hat die Organisation übernommen. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig, aber nicht alles ist zum jetzigen Zeitpunkt zweckmäßig“, so Kruse. Die wichtigsten Punkte:
Statt Textilien und Sachspenden wird um Geldspenden auf das Hilfskonto gebeten, das auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht ist. Mit dem Geld sollen große Gebinde an Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln gekauft werden, die in der Ukraine dringend gebraucht werden. Montagfrüh wollen sich Helfer, darunter Gerd Kortschlag von der Awo, mit drei oder vier Kleintransportern auf den Weg zur rumänisch-ukrainischen Grenze machen. Dort soll die Hilfslieferung von Menschen aus Odessa in Empfang genommen werden, zu denen Kortschlag und in Odenthal lebende Ukrainer Kontakte haben.
Wohnungen werden dringend gesucht
Dringend ist die Suche nach geeignetem Wohnraum für die Ankömmlinge, denn die Flüchtlingsunterkünfte der Gemeinde sind nahezu ausgelastet. „Ermutigen Sie Ihre Nachbarn, wenn Sie wissen, da ist ein Leerstand“, appellierte Kruse. Da die Aufenthaltsdauer ungewiss sei, seien „abgeschlossene Wohneinheiten“ wichtig, erläutert die Integrationsbeauftragte.
Und die gibt es offensichtlich: „Vor ein paar Tagen hat mir eine Dame einfach einen Wohnungsschlüssel in die Hand gedrückt“, freute sich Kruse. Für konkret benötigte Sachspenden sei eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet worden, über die man schnell und gezielt nach Dingen fragen könne.
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Am Freitag, 11. März, 18.30 Uhr, wird es im Martin-Luther-Haus in Altenberg einen Informationsabend für alle geben, die Interesse haben zu helfen.



