Abo

Verkehrschaos am Schulzentrum„Kiss and Ride“-Parkplatz soll Abhilfe schaffen

2 min
Kiss and Ride

Die neue Hol- und Bringzone am Overather Schulzentrum Cyriax.

Overath – Hol- und Bringzone einmal anders: Am Overather Schulzentrum Cyriax gilt jetzt „Kiss and Ride“. Nie wieder Verkehrschaos auf der grünen Wiese, das war die Hoffnung. Mittwochmorgen hatte die Neuerung ihre Feuertaufe – und sie hat dank Nachhilfe durch das Ordnungsamt auch funktioniert, da viele Eltern vorher wohl noch nichts davon gehört hatten.

Mittwoch, 7.50 Uhr: Der erste Schultag nach sechs Wochen Sommerferien bringt für die „Helikoptereltern“ mit Kindern am Paul-Klee-Gymnasium und der Leonardo-da-Vinci-Sekundarschule eine Neuerung mit sich. Die Stadt hat die erste von mehreren parallel verlaufenden Parkplatzreihen am Colne-Valley-Platz abgesperrt. Im 90-Grad-Winkel ein- und ausparken, was vorher zu Rückstaus geführt hat, geht nicht mehr. Neben Baken weisen Schilder auf die Hol- und Bringzone mitten in den Aggerauen hin.

Nur noch mal schnell in Fahrtrichtung rechts ranfahren und den Nachwuchs aussteigen lassen sollen die Eltern, und ein schneller Abschiedskuss auch noch erlaubt.

Auch das Ordnungsamt ist am Mittwoch vor Ort

Damit das funktioniert, ist an diesem Morgen nicht nur Schulamtsleiter Herbert Rijntjes vor Ort, vielmehr haben sich auch ein uniformierter Stadtwächter und eine Ordnungsamtskollegin als Vertreter der Stadtgewalt postiert. Mehr als einmal müssen sie die Eltern einweisen und belehren: Dass sie doch bitte am Straßenrand anhalten sollen (damit andere Autos noch vorbei können) und nicht erst hinter den Baken in der Kurve (weil sie da die Fahrbahn blockieren).

Das könnte Sie auch interessieren:

„Es funktioniert!“, stellt Amtsleiter Herbert Rijntjes am Ende im Gespräch mit Schülervater Oliver Hahn erleichtert fest. Anwalt Hahn, in der Stadt bekannt als CDU-Fraktionsvorsitzender, hat vor einem Gerichtstermin in Wipperfürth den eigenen Nachwuchs zur Schule gebracht.

Schulbusse müssen sinnvoller genutzt werden

Die Neuerung findet er sehr sinnvoll. „Und das haben Sie sich in den Ferien ausgedacht, weil Sie gerade nichts zu tun hatten?“, fragt er den Amtsleiter augenzwinkernd. „Natürlich nicht“, antwortet Rijntjes: „Wir haben uns das vor den Ferien gemeinsam mit den Schulen überlegt. Die wollten dann auch die Eltern informieren.“

Rijntjes sagt aber auch, dass die neue Verkehrsregelung nicht alle Problem lösen könne. „Wir geben jährlich eine Million Euro für die Schulbusse aus. Die hätten eine viel intensivere Nutzung verdient.“ Auch da pflichtet Hahn ihm bei: „Allein in Heiligenhaus fahren morgens drei Schulbusse. Und die sind alle nicht überfüllt.“