Hürther Basketballerinnen kassieren die nächste Niederlage – Der TS Frechen gelingt eine Überraschung
2. Basketball-Bundesliga:Eine gute erste Hälfte reicht nicht

Mit allen Kräften stemmen sich die Hürtherinnen (in Weiß) vergebens gegen die Niederlage.
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Es war kein erfolgreiches Wochenende für die Basketballer des Kreises, einzig die Turnerschaft aus Frechen konnte einen Sieg in der Oberliga landen.Hürther BC – New Baskets Oberhausen 45:50 (34:27). Mit einer großen offensiven Energieleistung besonders in der ersten Hälfte zeigten die Hürther Basketballerinnen von Coach Martin Trefzger eine starke Leistung in der 2. Bundesliga Nord. Zum ersehnten ersten Sieg hat es dennoch nicht gereicht.
„Wir haben uns mit einer wirklich bärenstarken Defensivleistung die Optionen zur Führung bis zur Halbzeitpause erkämpft und sahen dabei wirklich gut aus“, erklärte der HBC-Coach und bezog sich auf feine 20 Minuten, in denen man die Oberhausenerinnen, immerhin Siebter der Tabelle und auf Playoff-Kurs, mehr als Paroli geboten hatte.
Besonders konnten sich dabei als erfolgreichste Werferin Dora Hizsnyik (12) und die nach langer Zeit wiedergenesene Greta Mengelkamp (11) in ihrem dritten Saisonspiel hervortun, die die HBC-Offensive beflügelten.
Kein Kraut gewachsen
Das Spiel nach vorne war getragen vom guten Zusammenspiel und auch die Oberhausenerinnen anerkannten, dass die HBC-Damen zumindest in der ersten Hälfte Ligareife zeigten. Zu schaffen machte dem Trefzger-Team die Überlegenheit der großen und physisch starken Maja Manten, die mit zwölf Punkten und 20 Rebounds einfach nicht auszuschalten war.
In der zweiten Hälfte geriet HBC-Offensive in Schwierigkeiten und beide Teams blieben bei einem Viertelergebnis von 2:9 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Partie war zwischenzeitlich auf Null gestellt, denn beim Stand von 36:36 ging es in die Schlussphase. Hier gelang es NBO, auch aufgrund der doppelt so hohen Anzahl an Freiwürfen, sich einen Vorteil zu verschaffen und die Punkte knapp zu sichern.
„Die Mädels haben mit sehr viel Herz bis zum Ende gekämpft aber wir haben in den letzten beiden Vierteln leider nicht mehr getroffen“, bilanzierte Trefzger.
Telekom Baskets Bonn III – Hürther BC 94:93 (48:47). Eine bittere und äußerst knappe Niederlage gab es für die HBC-Herren in der Oberliga. Nach tollem Kampf gegen einen direkten Konkurrenten ist man nun wieder einen Sieg weit entfernt von der Ligaspitze entfernt. „Wir haben heute alles geleistet, was wir konnten und uns in den letzten Wochen auch taktisch neu erarbeitet haben, sind ins Hintertreffen geraten, haben uns zurückgekämpft und schlussendlich mit einem Gegenkorb in den letzten fünf Sekunden gegen eine gleichstarke Bonner Mannschaft verloren“, kommentierte HBC-Coach Maxim Pack.
Enger Rückstand
Mit einem Punkt Unterschied endete die erste Hälfte, in der Bonn meist knapp in Führung lag. Das dritte Viertel ging mit 26:18 verdient an den HBC, der hier kompakter auftrat und einem überragenden Valon Krasniqi (33), der in Mathias Banuls-Nessler (18), Jasper Leschinsky(15) und Philip Greuel (9) große Unterstützung fand.
Sogleich setzte sich der HBC mit zehn Punkten ab, bevor in einer kurzen Phase sechs Bonner Freiwurftreffer aus sieben Versuchen bei keinem Punkt der Hürther zustande kamen. Auf der Zielgeraden trafen die Gastgeber zwei Dreier, der HBC nur zwei von sechs Freiwürfen und damit war die Niederlage in einem packenden Spiel besiegelt. „Wir halten an unserem Saisonziel weiterhin fest und sehen jedes weitere Spiel als Endspiel“, kommentierte Pack.
TSV Bayer 04 Leverkusen III – TuS Königsdorf 69:55 (37:26). Auch der zweite Oberligist des Kreises musste beim Tabellenführer Federn lassen und den Anschluss an die Spitze abreißen lassen. „Leider hat es in einem punktearmen Spiel nicht gereicht, diese Mannschaft zu schlagen, die eine sehr aggressive Defense hatte und uns extrem unter Druck setzte“, erklärte TuS-Coach Pete Jarchow. Früh gingen die Hausherren mit 18:12 in Führung und provozierten Ballverluste der Königsdorfer, die immer einen gegnerischen Spieler auf den Füßen stehen hatten.
Fehlendes Wurfglück
Auch das zweite Viertel geriet nicht so, wie der TuS-Coach es sich vorgestellt hatte, denn trotz der ordentlich Offensivleistung von Finn Herrlich (13), Liam Lange (12) und Heiko Wallreich (11) kam im Angriff zu wenig und der Rückstand wurde bis zur Pause zweistellig. „Ab dem dritten Viertel lief es dann besser für uns und wir waren in der 28. Minute bis auf zwei Punkte am Ausgleich dran, ehe uns überhastete Entscheidungen und fehlendes Wurfglück ins Hintertreffen brachten und schließlich die Niederlage aus unserer Sicht zu hoch ausfiel“, fand Jarchow.
TS Frechen – Dragons Rhöndorf II 87:63 (46:29). Einen großen Erfolg feierte die TS gegen den Tabellenfünften und lieferte wohl die beste Saisonleistung ab. „Wir sind toll aus den Startlöchern gekommen und konnten schon bis zur ersten Viertelpause mit sieben Punkten in Führung gehen“, beschrieb TS-Coach Murat Tülek. Noch besser war die Ausbeute zur Halbzeit, als man mit den treffsicheren Niklas Avizienis (23), sowie Fabian Mundt (21) und Aleksandar Cvijanovic (11) den Vorsprung auf 17 Punkte schraubte.
Erkennbare Handschrift
Die Vorstellung der Frechener war kompakt und ausgewogen, mit viel Pressverteidigung, bis sie gegen Ende einen Gang herunterschaltete. „Heute wurden die Dinge, die wir seit meiner Übernahme immer wieder geübt und einstudiert haben, richtig und erfolgreich umgesetzt, so dass ich im Spiel nicht nur meine Handschrift sehe, sondern auch die gute Umsetzung der neuen Spielidee“, freute sich Coach Tülek.
