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FilmfestivalBrühler Experte sitzt in der Jury der Berlinale

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Ein Mann steht vor dem Berlinale-Palast.

Hans Jörg Blondiau vom Zoom Kino sitzt derzeit in der Gilde-Jury der 76. Berlinale. 

Der Brühler Hans Jörg Blondiau sieht sein Mitwirken in der Jury als Auszeichnung für das gesamte Team des Zoom-Kinos an.

Hans-Jörg Blondiau, seit der Gründung 1986 einer der prägenden Köpfe des Zoom-Kinos, ist in die unabhängige Gilde-Jury der diesjährigen 76. Berlinale berufen worden. Sie besteht aus drei Vertretern, die in Deutschland Arthouse-Kinos betreiben und mit ihren Häusern Mitglieder der AG Kino-Gilde sind.

Brühl/Berlin: Jury sichtet einige Filme

Sie sichten die Filme des internationalen Wettbewerbs und küren einen Favoriten. So ist der Brühler derzeit in der Hauptstadt und sichtet gemeinsam mit seinen Jurykolleginnen Claudia Dostal von der Yorck Kinogruppe Berlin und Kathrin Bohm-Berg vom Multikulturellen Centrum Templin die Beiträge des Wettbewerbs mit 20 Weltpremieren, taucht in die Atmosphäre des Festivals mit Stars wie Sandra Hüller, Juliette Binoche, Isabelle Huppert, Ethan Hawke und John Turturro ein.

„Ich freue mich sehr, hier mitzuwirken“, sagt Hans-Jörg Blondiau. „Das ist natürlich auch eine Auszeichnung für das ganze Team, das dazu beiträgt, dass das Zoom-Kino jedes Jahr für sein hervorragendes Filmprogramm auf Landes- und Bundesebene ausgezeichnet wird“, betont er.

Jetzt heißt es aber erst mal für ihn und seine zwei Mitstreiterinnen in der Gilde-Jury Filme zu sehen, um danach intensiv darüber zu diskutieren und am Ende eine Empfehlung beziehungsweise einen Preis für ein Werk zu vergeben, „der auf künstlerischem Anspruch und Zuschauerpotenzial basiert“, so der Brühler. Zu den Filmen, die die drei bereits gesehen haben, gehörte der Beitrag „Gelbe Briefe“ des für einen Oscar nominierten Regisseurs İlker Çatak („Das Lehrerzimmer“).

Das Drama um ein türkisches Künstler-Ehepaar kommt im März in die Kinos. Ein Blick vorab lohnte sich schon mal, ließ Hans Jörg Blondiau wissen. Und wenn er nicht im roten Kinosessel sitzt, genießt er es, mit vielen Leuten, Filmemachern aus den verschiedensten Ländern ins Gespräch zu kommen. „Der Austausch macht Spaß und ist bereichernd.