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JahnshöfeIn Erftstadt-Konradsheim entsteht ein neues exklusives Wohnviertel

Lesezeit 3 Minuten
Das Bild zeigt einige Rohbauten.

Die Bauarbeiten schreiten in Rekordzeit voran. In Erftstadt-Konradsheim entsteht ein neues Wohnviertel.

Es ist fast ein neuer kleiner Stadtteil, der da auf dem Gelände des alten Konradsheimer Jahnshofs entsteht. Und er wächst in rekordverdächtiger Geschwindigkeit.

Wo sich im Frühjahr noch die Schuttberge türmten, sind die ersten Gebäude hochgezogen. Und in einem ist sogar schon der Estrich gegossen. „Unser Anspruch und auch die Nachfrage sind enorm groß“, sagt Bernd Pfennings, Geschäftsführender Gesellschafter der Jahnshof GmbH. Sieben Jahre lang habe er das Projekt Jahnshöfe durchentwickelt, er werde es weiter begleiten, auch wenn er die Grundstücke verkauft habe.

Das Herzstück sind die 161 altersgerechten Wohneinheiten. „Es wird kein Seniorenheim“, betont Pfennigs, man müsse es sich eher wie ein Hotel mit Service vorstellen. Beispielsweise für Mitglieder des benachbarten Golfclubs Burg Konradsheim: Die könnten auch dann noch ihrem Hobby nachgehen, wenn weite Wege zum Golfplatz allmählich beschwerlich würden. In der Burg Konradsheim hat die Jahnshof GmbH Büroräume bezogen.

Erftstadt-Konradheim: 161 Einheiten für seniorengerechtes Wohnen

Die „Schönes Leben Gruppe“ (SLG) hat für die Wohnungen einen Mietvertrag mit 30 Jahren Laufzeit abgeschlossen, das Hotel, das auf dem rund 300.000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen soll, ist ebenfalls vermietet. Die Jahnshöfe sollen tatsächlich ein Teil Konradsheims werden, ein neuer Ortskern gewissermaßen, so schwebt es Pfennings vor.

Die beiden Restaurants im Hotel stehen jedermann offen, ein Café und eine Apotheke sollen ebenfalls Publikum anlocken. Der zentrale Platz wird so hergerichtete, dass dort Stände beispielsweise für einen Wochenmarkt aufgebaut werden können. „Dort könnte ja vielleicht auch ein Maibaum gesetzt werden“, schlägt Kip Sloane vor.

Dort könne ja vielleicht auch ein Maibaum gesetzt werden
Kip Sloane, Geschäftsführer SLG

Er ist Geschäftsführer der Schönes Leben Wohnen Management und Verwaltung GmbH. Und auch er legt Wert darauf, dass die Wohnanlage Teil des Dorfes wird. Auf dem Weihnachtsmarkt des Erdbeerhofs Schumacher war das Unternehmen mit einem Stand vertreten, an dem sich die Besucherinnen und Besucher über das Projekt informieren konnten. Beispielsweise über die Wohnformen.

Da gibt es das Servicewohnen – gemietet wird zunächst die Wohnung, später kann man Service von der Reinigung über Mahlzeiten bis zur ambulanten Pflege hinzubuchen. Es werden aber auch zwei Pflege-Wohngemeinschaften und eine Tagespflege eingerichtet. Einziehen in die Jahnshöfe sollen auch Arztpraxen und eine Praxis für Physiotherapie.

In dem Gebäuderiegel zur Frenzenstraße hin soll im Erdgeschoss Gewerbe untergebracht werden. „Da sind wir in der Vermietungsphase“, sagt Sloane. Unter anderem gebe es Gespräche mit einem Möbelhändler, der dort einen Showroom einrichten wolle. Drüber sind Wohnungen geplant, drunter eine Tiefgarage.

30 neue Vollzeitstellen im Bereich Servicewohnen

Der Plan, den imposanten alten Speicher mitten auf dem Gelände zu erhalten, ist gescheitert. Das Gebäude sei zu marode gewesen, sagt Bernd Pfennings. Der Neubau an derselben Stelle werde aber die vertraute Fassade bekommen. Der Lechenicher Mühlenbach, der sich noch schnurgerade durch die Mammutbaustelle zieht, wird renaturiert und soll sich schlängeln.

30 Stellen, in Vollzeit gerechnet, entständen allein in den Häusern mit Servicewohnen, berichtet Sloane. Hinzu kämen rund 30 Kräfte für die 24-Stunden-Betreuung der Wohngemeinschaften. Und dann brauche man Verwaltungskräfte, Haustechniker, Gärtner, Köche und Servicekräfte. Schon im Januar oder Februar soll begonnen werden, das Gelände zu begrünen.

Ende des Jahres könnten die ersten Bewohner in den Jahnshöfen einziehen

Bis die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, wird es aber noch etwas dauern – Ende des Jahres soll es soweit sein. Wann allerdings der Kreisverkehr an der Frenzenstraße gebaut werde, sei ungewiss. Gerade er wird von vielen Konradsheimern dringend gefordert. Der Ball liege jetzt bei den beteiligten Behörden, sagt Pfennings: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

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