Hoher Andrang beim Dorftrödel in GleuelVon Goldrandgeschirr bis zum Schlitten

In Gleuel konnte am Sonntag nach Herzenslust gestöbert werden.
Copyright: Mrziglod
Hürth-Gleuel – „So belebt waren unsere Straßen sonntags schon lange nicht mehr“, sagte eine Anwohnerin auf der Bergmannstraße. Und sie hatte recht, denn es war am Sonntag in Gleuel richtig was los. Die Dorfgemeinschaft hatte zum Dorftrödel eingeladen, und in vielen Einfahrten, Höfen und Garagen hatten die Gleueler ihre Stände aufgebaut und im Keller, auf dem Dachboden oder eben auch in der Garage nachgeschaut, was sie gern an den Mann oder die Frau bringen möchten. Über 250 Stände gab es im Ort.
Da gab es ein so gut wie gar nicht benutztes Geschirr mit Goldrand. Bestecke, Teller und Tassen in allen Formen wurden ebenso feilgeboten, ebenso Bekleidung für groß und klein. An manchen Ständen musste man befürchten, dass die Bewohner in den nächsten Tagen im Dunkeln sitzen werden, so viele Lampen und Leuchtkörper lagen im Vorgarten. Auch ein Schlitten war im Angebot, an anderer Stelle dachte man schon weiter und offerierte den Vorbeigehenden Karnevalskostüme. Auch Bilder, Wandschmuck und viele andere Dinge konnten erworben werden, wobei an manchen Ständen vor allem die Kinder ihre Freude hatten. Und dann war da noch der Papa, der für seinen erst ein paar Monate alten Nachwuchs schon mal ein Bobby Car mit Anhänger kaufte.
Das könnte Sie auch interessieren:
An den Ständen war man mit Verkauf und Nachfrage rundherum zufrieden, und auch die beiden Eiscafés in Gleuel konnten über Zulauf nicht klagen. Was manchen Anwohner allerdings störte, waren die Besucher, die mit dem SUV oder Kastenwagen langsam durch die engen Straßen fuhren. „Die verpesten die Luft, sollen besser aussteigen und schauen, was wir anbieten“, erregte sich ein älterer Herr. Wie zu hören war, soll der Trödelmarkt wiederholt werden.


