ErmittlungenVerdächtige Umschläge in Postverteilzentrum Frechen und Hürther Arztpraxis gefunden

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An Parkplätzen hängt Absperrband.

Den verdächtigen Briefumschlag in Hürth sicherte die Feuerwehr auf dem Parkstreifen an der Schnellermaarstraße vor der Brüder-Grimm-Schule.

Einer der Briefe, die im Frechener Postverteilzentrum gefunden wurden, sei an die Düsseldorfer Landesregierung adressiert gewesen. 

Mitte Dezember 2022 hatte ein Briefumschlag mit einer verdächtigen Substanz, der an eine Zahnarztpraxis in Gleuel adressiert war, für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Der Inhalt, ein weißes Pulver, erwies sich später als harmlos. Am Mittwochvormittag (31. Mai) fand eine Mitarbeiterin derselben Praxis erneut einen verdächtigen Umschlag im Briefkasten und alarmierte die Polizei.

Nach Angaben von Michael Mund, Chef der Hürther Feuerwehr, erregte der Umschlag diesmal direkt Verdacht: „Die Mitarbeiterin hat das Kuvert nicht geöffnet und nicht mit in die Praxis genommen, sondern in einen Plastikbeutel gepackt, den Beutel in eine Kiste gesteckt und die Kiste in Plastikfolie eingewickelt. Die Kiste hat sie in ihren Kofferraum gepackt.“

Wir konnten atomare, chemische oder biologische Gefahren ausschließen
Michael Mund

Auf dem Weg zur Polizeiwache fuhr die Frau dann auf telefonische Aufforderung durch Beamte der Staatsschutzabteilung der Kölner Polizei rechts ran. 30 Einsatzkräfte der Hürther Feuerwehr, die gegen 11.50 Uhr vom Staatsschutz alarmiert worden waren, rückten aus, sperrten den Parkstreifen an der Schnellermaarstraße vor der Brüder-Grimm-Schule ab und nahmen vor Ort Proben von der Oberfläche des verpackten Briefumschlags.

Auch die Frau wurde auf Spuren möglicher Gefahrenstoffe untersucht. Mund: „Wir konnten atomare, chemische oder biologische Gefahren ausschließen.“

Der Umschlag sei gesichert und vor Ort an Spezialisten des Landeskriminalamts übergeben worden, so Einsatzleiter Sven Wieczarkowiecz, der mit 30 Feuerwehrleuten von der hauptamtlichen Wache und vom Löschzug Gleuel vor Ort war. Nach knapp drei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Der Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet und prüft auch einen Zusammenhang mit dem Vorfall von Mitte Dezember. Auch in diesem Fall liefen die Ermittlungen noch, so ein Sprecher der Kölner Polizei.

Einsatz am Postverteilzentrum in Frechen: Verdächtige Umschläge gefunden

Am Nachmittag kam es dann zu einem weiteren Einsatz von Feuerwehr und Polizei, diesmal im Postverteilzentrum in Frechen. Ein Sprecher der Kölner Polizei bestätigte, dass dort mehrere verdächtige Briefumschläge entdeckt und der Polizei gemeldet worden seien. Einer davon sei an die Landesregierung in Düsseldorf adressiert gewesen.

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und untersucht unter anderem, ob es einen Zusammenhang mit den aufgefundenen Kuverts in Hürth gibt. 

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