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Hürden gesenktLösung für nicht ausgeschöpfte Zuschüsse in Hürth gefunden

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Die Fassade des Hürther Rathauses

Das Hürther Rathaus (Symbolfoto)

Fördermittel für soziale Projekte wurden bisher nicht ausgeschöpft – Geringerer Eigenanteil, höhere Beträge werden als Gründe genannt.

Seit zwei Jahren stellt die Stadt jährlich 10.000 Euro zur Verfügung, um neue soziale Projekte anzuschieben. Vereine und Initiativen können einen Zuschuss für Aktionen in den Bereichen Senioren, Kinder und Jugend, Sport, Integration, Inklusion, Kultur, Bildung oder Umwelt beantragen. Doch ein erheblicher Teil der Fördermittel wird bislang nicht abgerufen. Auf Antrag von CDU und Grünen, auf deren Initiative der Fördertopf eingerichtet wurde, werden deshalb die Förderrichtlinien geändert.

Das Problem ist nach Ansicht der Grünen-Stadtverordneten Regina Kaiser, dass die Antragsteller 30 Prozent der Kosten selbst aufbringen müssen. Das sei ein „Hemmschuh“, so Kaiser im Sozialausschuss, obwohl es viele Ideen gegeben habe. Nach einem einstimmigen Beschluss des Ausschusses beträgt künftig der Eigenanteil nur noch 20 Prozent. Außerdem wird der maximale Förderbetrag pro Projekt von 2000 auf 3000 Euro erhöht. Künftig muss die Projektidee auch nicht mehr komplett neu sein, sondern es soll reichen, wenn vorrangig neue Ansätze dargelegt werden.

Für Hürther Vereine soll es leichter werden

Nicht vergebene Mittel können nun auch im Lauf des Jahres noch beantragt und vergeben werden. „Viele Hürther Vereine und Initiativen bringen Menschen zusammen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in der Stadt“, betonte der Grünen-Stadtverordnete Clemens Cochius. „Wir hoffen, dass es für sie nun einfacher wird, Projektgelder aus dem Fördertopf zu beantragen.“ Weitere Informationen gibt Patrick Kasten im Sozialamt unter 02233/53318 oder per E-Mail. Die reguläre Antragsfrist läuft bis 30. April.