Vor sechs Jahren wurden neun Menschen Opfer eines rassistischen Terrorakts. Initiativen im Rhein-Erft-Kreis erinnern und mahnen.
Demos gegen RechtsextremeGedenken an die Opfer von Hanau in Kerpen und Brühl

Wehrhaftes Brühl: In der Schlossstadt wird regelmäßig zu Demonstrationen gegen Rechtsextremismus aufgerufen.
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Die Initiative „Wir Kerpen gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit“ ruft für Donnerstag (19. Februar) zu einem Demonstrationszug auf. Anlass ist zum einen der sechste Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau. Dort hatte am 19. Februar 2020 ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Danach tötete er seine Mutter und sich selbst.
Zum anderen will die Initiative gegen einen Stammtisch der AfD in einer Kneipe in Kerpen-Horrem protestieren. Sie fordert: „Kein Kölsch für Nazis, nicht einen Schluck!“ Treffpunkt ist um 18 Uhr am Bahnhof Horrem.
Zahlreiche Initiativen unterstützen Mahnwache in Brühl
Bereits um 18 Uhr startet in Brühl eine Mahnwache vor dem Rathaus an der Uhlstraße. Die Veranstalter möchten nicht nur an die Opfer von Hanau erinnern, sondern auch eine klare Mahnung aussprechen: Rechtsextreme Gewalt entstehe dort, wo Hass normalisiert werde und Menschen ausgegrenzt würden, heißt es.
Unterstützt wird die Mahnwache, zu der die Initiative Seebrücke aufruft, vom Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, der Brühler Initiative für Völkerverständigung, den Initiativen „Christen begegnen Muslimen, Muslime begegnen Christen“ sowie „Gemeinsam für Brühl“, Pax Christi Brühl und den Omas gegen Rechts. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom jungen Brühler Saxophonisten Jakob Hagen. (jtü)
